Schwarmtisch am 17. Mai 2012

Ob wir uns am am Donnerstag, den 17. Mai 2012, um 20 Uhr im Bistro ›Das Sofa‹ [1] zum nächsten Schwarmtisch treffen wollen, ist noch unklar. Wegen des Feiertags wissen wir nicht, wieviele Piraten und Interessierte darauf Lust haben. Bitte tragt euch daher einfach mit eurem Vor- oder Spitznamen in unser Doodle [2] ein.   Update: Unser Schwarmtisch findet statt!

Wenn ihr konkrete Themen besprechen möchtet, bitten wir euch, diese rechtzeitig auf das Pad [3] zu schreiben. Wir werden diese dann etwas ordnen und zu Beginn des Schwarmtischs kurz darüber abstimmen, welche Fragen wir angehen. Bisher stehen Themen wie: Diagonalquerung, Tag der Akzeptanz und Berichte aus den Projektgruppen auf der Tagesordnung. Kommt vorbei!

[1] www.sofa-greifswald.de
[3] Doodle zum Schwarmtisch
[3] hgw.piratenpad.de/163

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14. Mai 2012 – Critical Mass

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Sonntagabend kein Tatort, sondern ACTA

Am 9. Juni 2012 ist ein internationaler Aktionstag gegen ACTA geplant [1]. Bis dahin muss auch in Greifswald noch einiges vorbereitet werden.

Hierzu wollen wir uns am Sonntag, den 13. Mai 2012, um 20 Uhr im Bistro ›Das Sofa‹ [2] zusammensetzen.

Das Treffen ist offen für alle Demokraten. Kommt vorbei und lasst uns etwas daraus machen!

[1] www.stopacta.de
[2] www.sofa-greifswald.de

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Pro Diagonalquerung!

Wenn es in Greifswald einen Verkehrsknotenpunkt gibt, so ist es die Europakreuzung. Jeden Tag passieren tausende Greifswalder diesen Schnittweg – und geraten dabei in Konflikte. Insbesondere zu Stoßzeiten behindern sich Radfahrer und Fußgänger gegenseitig, mitunter auch unter Einbeziehung des motorisierten Verkehrs. Schuld daran sind sie nicht unbedingt selbst: Die Kreuzung kann schlichtweg die Lasten nicht zu jeder Zeit tragen.

Ein Konzept, um Standzeiten zu überwinden und den Verkehr fließen zu lassen, ist die sogenannte »Diagonalquerung«. Radfahrer würden eine zusätzliche Ampel erhalten und dürften, während Autofahrer nach links abbiegen (zum Beispiel vom Hansering in die Wolgaster Straße), in einem breiten Korridor diagonal zwischen Theaterplatz und Mühlentor kreuzen. An den bisherigen Wartepunkten würden weniger Radfahrer stehen und die Hauptachse des Greifswalder Fahrradverkehrs über die Robert-Blum-Straße und die Pappelallee würde betont. Details können einem PDF zur Projektplanung entnommen werden [1]

Europakreuzung

Leider hat sich gerade an diesem Projekt in den vergangenen Jahren eine vornehmlich ideologische Auseinandersetzung entzündet. Teilweise unabhängig von Argumenten, Finanzierungsideen und der Prüfung durch diverse Sachverständige, wollen als konservativ geltende Bürgerschaftsfraktionen der Idee einen Riegel vorschieben. Ein weiterer Höhepunkt dieses Dauerstreits ist der gegenwärtige Versuch die Umgestaltung der Europakreuzung ganz aus dem Radverkehrsplan zu streichen. CDU, FDP und Bürgerliste möchten »ein für allemal und für alle Klarheit in dieser Frage schaffen« und belegen damit, dass es ihnen nicht um das Gemeinwohl geht: Die Diskussion soll beendet werden, denn Diskussionen sind leider so mühselig, mit all ihren Argumenten und den unliebsamen Teilnehmern.

Dieser Schritt wird allein damit begründet, dass in einer Telefonbefragung ein negatives Meinungsbild zur Diagonalquerung eingeholt wurde. Eine vorherige Onlinebefragung ergab jedoch ein entgegengesetztes Ergebnis. Für beide Versuche gilt, dass sie nicht als repräsentativ gelten können. Wenn man, wie geschehen, an einem Werktag gegen 11 Uhr zufällig ausgewählte Festnetzanschlüsse anruft, erreicht man eben nur diejenigen, die dann nicht auf dem Fahrrad oder auf Arbeit und in der Uni sitzen und verzerrt so die Erhebung.
Dass dennoch versucht wird, den Anschein der Repräsentativität aufrecht zu erhalten, zeugt entweder von Unwissenheit oder aber von Ignoranz.

Zurück zu den Fakten

Was kostet die Diagonalquerung?

Zunächst geht es auch nur darum, das Projekt nicht aus dem Radverkehrsplan zu streichen – das kostet gar nichts.
Insgesamt sind 185.000 Euro veranschlagt, davon 25.000 Euro für die teurere LED-Ampeltechnik.
Zum Vergleich: Die Programmierung einer grünen Welle hat etwa 60.000 Euro gekostet.
Zur Relativierung: Jährlich lassen sich 7.000 Euro durch die energieeffizienten LED-Leuchten einsparen – das Projekt refinanziert sich also mittelfristig.
Zur Klarstellung: Die Ampelanlage muss früher oder später ohnehin saniert werden.

Wem nützt die Diagonalquerung?

Fußgänger und Radfahrer müssen sich weniger um den zu knapp bemessenen Platz vor den Ampelübergängen streiten.
Alle Verkehrsteilnehmer profitieren von schnelleren Schaltzyklen, da durch die Verkleinerung der Kreuzung geringere Überfahrt- und Räumzeiten benötigt werden – die Wartezeiten werden kürzer.
Radfahrer profitieren besonders durch die neue Kreuzungsoption.
Alle Bürger und Gäste Greifswalds können von einer Entschlackung profitieren, wenn die Hauptverkehrsader für Radfahrer gestärkt wird und diese darum seltener auf der Anklamer Straße mit Autofahrern um den dort vorhandenen Platz konkurrieren.

Ist die Diagonalquerung gefährlich?

Nein. Alle an der Prüfung des Konzeptes beteiligten Behörden haben grünes Licht gegeben. Seit vielen Jahren kreuzen Radfahrer unerlaubt quer – noch nie gab es dabei Unfälle.

Wird es Stau geben?

Vermutlich nicht – die Planung beruht auf Modellrechnungen und aktuellen Verkehrsdaten. Dennoch gibt es Zweifel: Wenn es nur noch eine Linksabbiegerspur am Hansering gibt, könnte man einen Rückstau bis über die Einmündung zur Löfflerstraße hinaus befürchten.
Um diesen strittigen Punkt zu klären, könnte man in einen provisorischen Betrieb die Diagonalquerung erproben. Was braucht es dazu?

- kurzlebige Fahrbahnmarkierungen
- eventuell kurze Rampen an den momentan noch hohen Bürgersteigkanten
- Freiwillige, die unter Anleitung der Polizei »Ampel« spielen

Was tun?

Die Greifswalder Piraten schließen sich dem Aufruf der Hochschulpiraten an: Kommt am 14. Mai 2012 um 17.30 Uhr zur Fahrradddemo am Markt [2]! Lasst uns zeigen, dass Greifswald die Diagonalquerung will!

[1] Projektdarstellung als PDF (2010)
[2] Flyer Fahrraddemo (4 MB)

Das Foto ist von Calvin Derkins und steht unter der Lizenz CC BY-NC-ND 2.0. Es zeigt die Europakreuzung in einer Winternacht.

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Demokratie in Bewegung

Das Studierendenparlament der Universität Greifswald hat sich auf der Sitzung vom 24. April 2012 dafür ausgesprochen, die Planung einer Diagonalquerung über die Europakreuzung im Radverkehrsplan der Stadt beizubehalten.
Gleichzeitig wurde der AStA damit beauftragt, eine Kampagne gegen die geplante Streichung der Pläne zu organisieren. Im Zuge dieser Kampagne soll am 14. Mai 2012, einen Tag vor der entscheidenden Bürgerschaftssitzung, um 17.30 Uhr vor dem Rathaus eine Fahrraddemo [1] stattfinden. Weitere Informationen zum Thema Diagonalquerung gibt es auf dem Fleischervorstadtblog [2], bei der Grünen Jugend [3] und bei Daburna [4]. Die Greifswalder Hochschulpiraten unterstützen die Kampagne des AStA und rufen zur zahlreichen Teilnahme an der Fahrraddemo auf. Kommt vorbei!

[1] Flyer (4 MB)
[2] blog.17vier.de – Fleischervorstadtblog
[3] www.wildwuchs-mv.de – Grüne Jugend
[4] www.daburna.de – Daburna

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