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Unfall­karte Fahrrad

Die Ostsee-Zeitung wid­met sich in ihrer heu­ti­gen Aus­gabe (12.12.2015) end­lich ein wenig aus­führ­li­cher dem Thema Rad­ver­kehr. Ange­regt wurde der Bericht durch eine von Sören Rothert in sei­ner Bache­l­or­ar­beit erstell­ten Karte zu Unfall­schwer­punk­ten in Greifswald.

Unfallkarte Radverkehr

Deut­lich wird, dass die Ankla­mer Straße ein Pro­blem hat. Tat­säch­lich sind die Rad­fahr­strei­fen auf der Straße sehr schmal und end­lich wird auch auf das Pro­blem hin­ge­wie­sen, dass moto­ri­sierte Ver­kehrs­teil­neh­mer Rad­fah­rer dort (aber auch über­all sonst in der Stadt) nicht im not­wen­di­gen Abstand über­ho­len. Wir fra­gen uns: Wann wird die Poli­zei die­ses Ver­hal­ten der Kraft­fah­rer end­lich kon­trol­lie­ren und ahn­den? Selbst Fah­rer der Stadt­busse über­ho­len mit Sei­ten­ab­stän­den, die deut­lich unter einem Meter lie­gen. Viele Greifs­wal­der Rad­fah­rer fah­ren daher aus Angst lie­ber auf dem Fuß­weg auf der fal­schen Seite stadt­ein­wärts. Die­ses genö­tigte Fehl­ver­hal­ten wird regel­mä­ßig poli­zei­lich geahn­det und spä­ter unkom­men­tiert in den Medien berichtet.

Sören Rothert hat auch Lösungs­vor­schläge parat: Der Geh­weg soll zurück­ge­baut und die Rad­schutz­strei­fen dafür ver­brei­tert wer­den. So gut diese Idee klingt, kön­nen wir uns ihr nur grund­sätz­lich anschlie­ßen: Tat­säch­lich säu­men zwi­schen Nexö­platz und Brink­straße große Bäume die Ankla­mer Straße. Diese müss­ten dann wohl fal­len und könn­ten kaum gleich­wer­tig ersetzt wer­den. Zwi­schen Brink­straße und Hans-Beimler-Straße wie­derum ist der Abstand zwi­schen der beid­sei­ti­gen Bebau­ung eher gering und erschwert so ver­mut­lich die Umset­zung des Vorschlags.

Eine Alter­na­tive ist jedoch schon lange in den Rad­ver­kehrs­plä­nen vor­ge­se­hen: Die Fahr­rad­achse vom Beitz­platz bis zur Innen­stadt, das heißt vor allem die Rudolf-Petershagen-Allee und die Robert-Blum-Straße, müs­sen gestärkt wer­den. Die dor­tige Fahr­rad­straße erfüllt die not­wen­di­gen Kri­te­rien nur teil­weise. Im Grunde müsste der moto­ri­sierte Ver­kehr dort stär­ker beschränkt wer­den (z.B. auf Anwoh­ner). Für Rad­fah­rer wären jedoch auch eine Erneue­rung der Fahr­bahn, kla­rere Vor­fahrts­re­geln sowie eine bes­sere Que­rungs­mög­lich­keit der Euro­pa­kreu­zung (Dia­go­nal­que­rung) wünschenswert.

Zum »roten Punkt« an der Ein­mün­dung der Neun­mor­gen­straße an die Gütz­ko­wer Straße ist anzu­mer­ken, dass dort im unter­such­ten Zeit­raum ver­schie­dene Ver­kehrs­re­ge­lun­gen gal­ten. Aktu­ell ist die Neun­mor­gen­straße mit Vor­fahrt aus­ge­stat­tet, in der Gütz­ko­wer gibt es nach dem »Knick« einen Zebra­strei­fen. Zu die­ser Kreu­zung haben wir kürz­lich Fra­gen an die Ver­wal­tung gerich­tet, da die wech­seln­den Rege­lun­gen und ihre Begrün­dung für uns nicht nach­voll­zieh­bar sind.

Die Abbil­dung ist aus der OZ vom 12.12.2015, Seite 9 entnommen.

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