Schlagwort-Archiv: Greifswald

Neues Stadt­ar­chiv - Wider­stand ist zwecklos

Greifs­wald braucht ein neues Stadt­ar­chiv und hat dazu einen Archi­tek­ten­wett­be­werb aus­ge­ru­fen. Eine Jury hat kürz­lich aus den 36 ein­ge­reich­ten Ent­wür­fen die drei Sie­ger gekürt. Gemein ist allen drei Aus­ge­zeich­ne­ten, dass sie sehr kubi­sche Bau­kon­zepte ver­fol­gen.
Stadtarchiv Entwurf
Hät­ten wir gewusst, dass das gewünscht ist, wären wir schon frü­her mit unse­rem Vor­schlag an die Öffent­lich­keit gegan­gen. Ein Borg-Kubus aus Star Trek als Stadt­ar­chiv, das wäre doch mal was!

Spaß bei­seite, es mag gute Gründe geben, warum ein Stadt­ar­chiv klot­zig geplant wird. So ein Wür­fel opti­miert bei­spiels­weise das Ver­hält­nis zwi­schen Gebäu­deober­flä­che und -volu­men und senkt so die Heiz­kos­ten. Ein Archiv darf mit­un­ter auch keine Fens­ter haben, denn einige der ein­ge­la­ger­ten Doku­mente müs­sen vor Son­nen­licht sogar geschützt wer­den. Ob das den Klotz recht­fer­tigt, kön­nen wir so natür­lich nicht beur­tei­len, aber viel­leicht gefällt es ja auch den Greifs­wal­dern. Die drei Sie­ger­ent­würfe kann man sich momen­tan auch noch im Foyer des Rat­hau­ses anse­hen und ein eige­nes Urteil bilden.

Der Sie­ger­ent­wurf ist von „Code Uni­que Archi­tek­ten BDA Vol­ker Gie­zek“ aus Dres­den und wurde von Reik Anton (Ost­see Zei­tung) foto­gra­fiert. Der Borg-Kubus ent­stammt dem »Star Trek«-Universum (Para­mount Pic­tures). Das Art­work selbst ist von Jeremy Brown. Wir hof­fen nun, dass alle genann­ten genug Humor haben und uns nicht gleich wegen der Bild­rechte verklagen.

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Pap­peln fällen?

Jörg NeubertEin Kom­men­tar von Jörg Neu­bert, Bauausschuss

Auf einem Teil­stück der Pap­pel­al­lee soll der Geh- und Rad­weg erneu­ert wer­den [1]. Weil er stark fre­quen­tiert wird, sind getrennte Fahr­bah­nen für Rad­fah­rer (für zwei Rich­tun­gen) und einen sepa­ra­ter Fuß­weg vor­ge­schrie­ben. Damit wäre der Weg etwa fünf Meter breit und wir haben ein Pro­blem: Links und rechts des Weges ste­hen Pap­peln. Einige Bäume müss­ten gefällt wer­den, um den Plan umzusetzen.

Das Thema, wel­ches noch über einige wei­tere Facet­ten ver­fügt, war am Diens­tag im Bau­aus­schuss auf der Tages­ord­nung. Weil nie­mand gerne Bäume fällt, gab es etli­che Nach­fra­gen, denn manch­mal fin­det man in der Aus­ein­an­der­set­zung mit einem Thema ja eine bes­sere Lösung.

In der Ost­see Zei­tung vom Frei­tag heißt es dazu, Ulrich Bitt­ner, Michael Stei­ger und ich hätte die Ver­wal­tung mit Fra­gen »bom­bar­diert« und so bei­nahe den Aus­bau des Weges gekippt.Pappelallee
Naja, ganz so bom­big war es dann doch nicht: Ich habe nur genau eine Frage gestellt. Mich inter­es­sierte, ob statt der getrenn­ten Wege auch ein Shared Space denk­bar wäre. Kurze Ant­wort: Nein, wegen der oben erwähn­ten Geset­zes­lage geht das nicht.

Über das Vor­ha­ben wird nicht abge­stimmt, es han­delt sich um eine Infor­ma­ti­ons­vor­lage. Nach dem Arti­kel in der OZ könnte der Ein­druck ent­stan­den sein, ich wäre gegen den Aus­bau des Rad­we­ges. Ich fände es natür­lich bes­ser, wenn die Ver­wal­tung einen Weg fände, die Situa­tion für Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger an die­ser Stelle zu ver­bes­sern, ohne die Bäume zu fäl­len. Ich sehe aber auch, dass für die Pap­peln neue Bäume gepflanzt wer­den und freue mich über jeden Fahr­rad­weg, der aus­ge­baut wird. Was an die­ser Stelle fehlt ist eine gang­bare Alter­na­tive. In so einer Dilem­ma­si­tua­tion halte ich mich gerne an unser Wahl­pro­gramm [2]. Dort for­dern wir Inves­ti­tio­nen in ech­tes Rad­we­ge­netz und genau das soll ja nun passieren.

[1] Im Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem fin­det man mehr zum Thema, wenn man nach der Vor­lage unter der Num­mer 06/348 sucht: http://pvrat.de/ratsinfo/greifswald/Proposal.html
[2] https://www.yumpu.com/de/document/view/24917670/mit-herz-und-verstand-greifswald-zuliebe-lt3

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offe­nes Tref­fen am 25.06.2015

Am Don­ners­tag, den 25. Juni 2015, fin­det um 20 Uhr im Bis­tro ›Das Sofa‹ [1] das nächste Tref­fen der Greifs­wal­der Pira­ten statt. The­men kön­nen ein­fach im Pad [2] vor­ge­schla­gen wer­den werden!

Hin­ter uns liegt eine Woche, in der sowohl Aus­schüsse des Krei­ses als auch der Stadt Greifs­wald tag­ten. Dem­ent­spre­chend gibt es neue Infor­ma­tio­nen zu vie­len Pro­jek­ten, wie bei­spiels­weise der EFRE-Mittelbeantragung, an die diverse Bau­vor­ha­ben in Greifs­wald gekop­pelt sind.

Das Tref­fen ist offen für alle - kommt vorbei!

[1] http://www.sofa-greifswald.de
[2] https://hgw.piratenpad.de/960

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Wahl gewon­nen - unser Fazit und Ausblick

Mitt­ler­weile sollte es die Runde gemacht haben: Ste­fan Fass­bin­der (Grüne), auf­ge­stellt durch Pira­ten, Linke, SPD und seine eigene Par­tei hat hauch­dünn die Stich­wahl um den Pos­ten des Ober­bür­ger­meis­ters gewonnen.

Wir möch­ten kurz einige Erkennt­nisse aus den letz­ten Wochen sowie einen Aus­blick für die Zukunft mit euch teilen.

Der Wahl­kampf hat Spaß gemacht! Es war toll zu sehen, dass so viele Men­schen, mit oder ohne Par­tei­buch, an einem Strang ziehen.

Für uns bedeu­tet der Wahl­sieg auch, dass »Men­schen« gegen »Geld« gewon­nen haben. Es ist im Stadt­bild sehr deut­lich gewor­den, dass die CDU finanz­stär­ker ist. Herr Hoch­heim war an jeder Ecke. Das ist für uns als Wahl­kämp­fer auch ent­mu­ti­gend, denn man hat stets das Gefühl, dass der Gegend­kan­di­dat ver­hält­nis­mä­ßig leicht auf sich auf­merk­sam machen kann. Als Par­tei­en­bünd­nis konn­ten wir ver­mut­lich durch eine brei­tere Basis an Unter­stüt­zern punk­ten, denn natür­lich brin­gen vier Par­teien auch ent­spre­chen­des Per­so­nal mit.

Außer­dem sind wir erleich­tert, dass Poli­tik so funk­tio­nie­ren kann. Ein wich­ti­ges und zutref­fen­des Argu­ment der CDU für ihren Kan­di­da­ten war, dass er als 1. Stell­ver­tre­ter des amtie­ren­den Ober­bür­ger­meis­ters die not­wen­dige Erfah­rung mit­bringt. So wür­den wir jedoch in eine Par­tei­en­dy­nas­tie hin­ein­rut­schen: Schei­det ein CDU-Bürgermeister aus, rutscht ein­fach sein CDU-Stellvertreter nach. Ganz so ein­fach ist es natür­lich nicht, denn die Stell­ver­tre­ter wer­den von der Bür­ger­schaft gewählt - dort ist die CDU aber bis heute die stärkste Kraft.

Vom Wahl­er­geb­nis geht natür­lich auch ein weit­rei­chen­de­res Signal aus: Im Wahl­kreis von Frau Mer­kel hat der CDU-Kandidat ver­lo­ren. Das ist ein Tief­schlag für die CDU.

Völ­lig abwe­gig wäre es davon zu spre­chen, dass »der Wäh­ler« eben Ste­fan Fass­bin­der und nicht Jörg Hoch­heim wollte. Es ist gene­rell ungüns­tig, wenn Wah­len nach dem »Alles-oder-nichts-Prinzip« ver­lau­fen, aber noch ungüns­ti­ger ist es, wenn die Ver­hält­nisse so aus­ge­gli­chen sind. Natür­lich liegt es in der Natur der Sache, dass nur einer gewin­nen kann, wenn nur ein Pos­ten zu ver­ge­ben ist - das ändert aber nichts daran, dass die Hälfte der Wäh­ler ges­tern ent­täuscht wurde.

Bei einer Wahl­be­tei­li­gung von 37% im ers­ten und 35% im zwei­ten Wahl­gang muss jedoch ohne­hin jeder Demo­krat Bauch­schmer­zen bekom­men. Letzt­lich wis­sen wir ja gar nicht, ob Ste­fan Fass­bin­der nun tat­säch­lich der Bür­ger­meis­ter ist, den die Greifs­wal­der mehr­heit­lich wollten.

Die Kon­se­quenz aus dem knap­pen Ergeb­nis und der nied­ri­gen Wahl­be­tei­li­gung ist jedoch klar: Wir müs­sen es schaf­fen, die vie­len Wäh­ler Jörg Hoch­heims ein­zu­la­den und auch ihre Inter­es­sen auf­zu­neh­men. Ins­be­son­dere müs­sen wir aber auch die Nicht­wäh­ler anspre­chen und ihnen künf­tig Mög­lich­kei­ten anbie­ten, sich selbst an den poli­ti­schen Pro­zes­sen zu beteiligen.

Wir müs­sen jedoch auch mit den Wäh­lern Ste­fan Fass­bin­ders reden. Die Wahl ges­tern war nur ein Auf­takt und die eigent­li­che Arbeit beginnt jetzt. Wir sind jetzt gemein­sam ver­ant­wort­lich. Das bedeu­tet nicht, dass des­halb auto­ma­tisch alles bes­ser wird. Es besteht natür­lich die Gefahr, dass Kom­pe­ten­zen ver­lo­ren gehen und es künf­tig im Rat­haus nicht mehr so flutscht. Die womög­lich man­gelnde Erfah­rung müs­sen wir durch gemein­schaft­li­che Arbeit ausgleichen.

So sieht es übri­gens aus, wenn man als frisch gewähl­ter OB zu sei­ner Wahl­kampf­party zurückkehrt:

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Eine Stadt für alle - mit Ste­fan Fassbinder

Stefan Fassbinder

Wie wir berich­tet haben, ist Ste­fan Fass­bin­der unser Kan­di­dat für die Wahl des Ober­bür­ger­meis­ters in Greifs­wald am 26. April. An die­ser Stelle möch­ten wir ledig­lich auf Ste­fans hüb­sche Kan­di­da­ten­seite hin­wei­sen. Dort fin­det ihr auch unser gemein­sa­mes Wahlprogramm.

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