Schlagwort-Archiv: Hochschulpiraten

Gra­tu­la­tion Soli­Uni, Gra­tu­la­tion Milos - und eine kri­ti­sche Frage

Der Webmoritz-Twitterdienst [1] mel­det, dass die Senats­wahl aus­ge­zählt ist und Hoch­schul­pi­rat Milos die meis­ten Stim­men erhal­ten hat. Er hat mit vie­len ande­ren auf der Liste Soli­da­ri­sche Uni­ver­si­tät kan­di­diert, die 11 der 12 Sitze der stu­den­ti­schen Ver­tre­ter im Senat der Uni­ver­si­tät ein­nimmt. Auch dazu sei ihm und sei­nen Kom­mi­li­to­nin­nen (#inWo­che) gra­tu­liert.

Der kri­ti­sche Betrach­ter mag jedoch fra­gen: Ist es demo­kra­tisch in Ord­nung, dass eine ein­zige Liste bei­nahe alle Sitze holt? Die große Koali­tion im Bun­des­tag wird ja unter ande­rem dafür kri­ti­siert, dass effek­tiv keine Oppo­si­tion mehr mög­lich ist.

Hier liegt der Fall jedoch etwas anders: Zum einen han­delt es sich bei der Liste Soli­da­ri­sche Uni­ver­si­tät um eine bunte Mischung aus Ver­tre­tern diver­ser Hoch­schul­grup­pen sowie par­tei­un­ge­bun­de­nen Kan­di­da­ten - es ist also schon intern eine gewisse Viel­fäl­tig­keit zu erwar­ten. Zum ande­ren bil­den die Stu­die­ren­den eben nur ein Drit­tel des Senats [2]. Es ist gut, dass sich die stu­den­ti­schen Ver­tre­ter eini­ger­ma­ßen einig sein wer­den und eine gemein­same Agenda haben. Wenn die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den von den Pro­fes­so­rin­nen nicht geteilt wer­den, macht man es die­sen mit einem geteil­ten Mei­nungs­bild aus der Stu­die­ren­den­schaft doch sehr leicht, die eigene Posi­tion durchzubringen.

Am Don­ners­tag und Frei­tag kön­nen wei­ter­hin die Fach­schafts­räte und die Mit­glie­der des Stu­die­ren­den­par­la­ments gewählt wer­den. Wir wür­den uns über gute Ergeb­nisse für die Hoch­schul­pi­ra­ten freuen.

[1] Web­mo­ritz Tweet
[2] Senat der Uni­ver­si­tät Greifswald

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Gre­mi­en­wah­len 2014 - Blick nach rechts

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Heute wagen wir einen Blick nach rechts und beschäf­ti­gen uns mit den »Demo­cra­tic Aven­gers«, die als Liste für den Senat an der Uni­ver­si­tät Greifs­wald antreten.

Hin­ter den »Super­hel­den der Demo­kra­tie« ver­ber­gen sich die ehe­ma­lige Bür­ger­li­che Liste und die Junge Union. Beide Grup­pen waren im letz­ten erwei­ter­ten Senat der Uni­ver­si­tät ver­tre­ten. Obwohl mit einer gemein­sa­men Liste ange­tre­ten wird, gab es wohl doch zu große Hem­mun­gen vor einer gemein­sa­men Wahl­wer­bung. Es geht anschei­nend auch so, ohne zu wis­sen, wel­che inno­va­ti­ven Wahl­ziele ver­folgt wer­den sollen.

Mit Blick zurück auf die letzte Legis­la­tur fällt sofort auf: »kon­ser­va­tiv« ist heut­zu­tage mit »inak­tiv« gleich­zu­set­zen. Das gilt nicht nur für die Kanz­le­rin, son­dern fängt schon beim Nach­wuchs an.

Zunächst zur Anwe­sen­heit [1]: Unsere Nach­for­schun­gen haben erge­ben, dass die Bür­ger­li­che Liste in den ver­gan­ge­nen acht Senats­sit­zun­gen tat­säch­lich immer anwe­send war. Die Junge Union schaffte es ledig­lich zu drei von acht Sit­zun­gen. Das sind 37,5% Anwe­sen­heits­quote in der bis­he­ri­gen Legis­la­tur (die Zah­len stüt­zen sich auf die Aus­wer­tung der Senats­pro­to­kolle, die für jedes Uni­ver­si­täts­mit­glied frei ein­seh­bar sind [2]). Wir haben es hier mit einem kla­rem Wer­te­ver­fall im deutsch-konservativen Lager zu tun. Deut­sche Tugen­den wer­den ein­fach nicht mehr groß geschrie­ben beim Merkel-Nachwuchs. Doch lasst euch nicht vom guten Abschnitt der Bür­ger­li­chen Liste täu­schen, Anwe­sen­heit bedeu­tet in die­sem Fall vor allem die phy­si­sche Anwe­sen­heit, inhalt­lich glänzte die Bür­ger­li­che Liste vor allem mit Schweigen.

Aber zum Glück glän­zen Junge Union und Bür­ger­li­che Liste mit einer Fülle von Anträ­gen. Schließ­lich haben sie dem Wäh­ler und der Wäh­le­rin eini­ges ver­spro­chen. Auch dabei haben wir einen Blick ins Pro­to­koll gewor­fen. Es gab unglaub­li­che 0 eigene Anträge sei­tens der desi­gnier­ten Demo­cra­tic Aven­gers. Um es noch­mal auf der Zunge zer­ge­hen zu las­sen in Wor­ten: NULL, ZERO, ZÉRO, CERO. Man stelle sich vor, dass ein Böse­wicht die Zukunft der Erde bedrohe, und die Demo­cra­tic Aven­gers sind ent­we­der nicht da oder nicht in der Lage, uns zu ret­ten, da sie daran schei­tern, sich ins Super­hel­den­kos­tüm zu zwän­gen! Tolle Super­hel­den haben wir da.

Was heißt das eigent­lich für die­ses Jahr?

Nun ja, die Junge Union zieht mit zehn The­men in den Wahl­kampf [3] - unter ande­rem die bar­rie­re­freie Uni­ver­si­tät, der Erhalt der Voll­uni­ver­si­tät und der uner­bitt­li­che Kampf für die Uni-App. Ehr­lich gesagt machen wir uns jetzt schon Sor­gen um unsere Voll­uni­ver­si­tät, denn die Bilanz der Super­hel­den in spe ist erschreckend.

Was kön­nen wir jetzt noch tun?

Ruhig blei­ben und Kanz­le­rin wäh­len wäre jetzt die post­de­mo­kra­ti­sche Ant­wort des kon­ser­va­ti­ven Macht­blocks. Wir haben eine viel bes­sere Alter­na­tive, die den schein­bar unauf­halt­sa­men Stru­del der Alter­na­tiv­lo­sig­keit durch­bricht - das Schlag­wort heißt Soli­da­ri­tät [4]!

[1] Anwe­sen­heit JU bür­ger­li­che Liste
[2] http://www.uni-greifswald.de/organisieren/leitung/senat.html
[3] http://www.ju-greifswald.de/hochschulgruppe.html
[4] https://www.facebook.com/events/1451819155041706/

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Gre­mi­en­wah­len 2014 - Hoch­schul­pi­ra­ten set­zen Segel!

Plakat der Hochschulpiraten 2014

Der Monat Januar ist tra­di­tio­nell der Wahl­mo­nat an der Uni­ver­si­tät Greifs­wald. Auch in die­sem Jahr sind die Hoch­schul­pi­ra­ten wie­der mit von der Par­tie und kan­di­die­ren für das Stu­die­ren­den­par­la­ment, den Senat und ver­schie­dene Fakultätsräte.
Damit ihr auch wisst, für wen ihr eure Stimme abge­ben sollt, fin­det ihr hier die Ziele der Hoch­schul­pi­ra­ten Greifswald:

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Update: #UNI­ret­ten - Demoverlauf

Der Later­nen­um­zug vom Rube­now­denk­mal bis vor das SPD-Büro am Müh­len­tor kann als gelun­gen gewer­tet wer­den. Etwa 700 Demo­teil­neh­me­rIn­nen wur­den vor dem Haupt­ge­bäude der Uni­ver­si­tät unter ande­rem auch durch einen Rede­bei­trag von Kanz­ler Dr. Flie­ger und die Anwe­sen­heit der Rek­to­rin Prof. Weber unter­stützt.
Am Ende der Route ent­schie­den meh­rere hun­dert Teil­neh­me­rIn­nen dann spon­tan, die Euro­pa­kreu­zung zu beset­zen, was den Fahr­zeug­ver­kehr weit­ge­hend zum Erlie­gen brachte.

Nach eini­gen Minu­ten ver­lie­ßen die Pro­tes­tie­ren­den die Kreu­zung auf Auf­for­de­rung der Poli­zei jedoch wie­der.
Inwie­fern die Aktion auch inhalt­lich erfolg­reich war, wird die mor­gige Land­tags­sit­zung zei­gen. Wir drü­cken der Uni­ver­si­tät, ihren Mit­ar­bei­te­rIn­nen und Stu­die­ren­den die Dau­men. Eine aus­fi­nan­zierte Uni­ver­si­tät ist bereits seit lan­gem eine For­de­rung der im Stu­die­ren­den­par­la­ment und im Senat ver­tre­te­nen Hochschulpiraten.

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Räume ohne Men­schen - #UNIretten

Am 11. Dezem­ber ent­schei­det der Land­tag über den kom­men­den Haus­halt. Unter ande­rem ist auch die Uni­ver­si­tät Greifs­wald betrof­fen. Je nach­dem, wie der Land­tag den Haus­halt gestal­tet, könn­ten unmit­tel­bar 77 Mit­ar­bei­ter der Uni­ver­si­tät ent­las­sen werden.

21 Stel­len in der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakul­tät,
5 in der Rechts- und Staats­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät,
2 in der Theo­lo­gie,
16 in der Phi­lo­lo­gie und
33 in der Medizin

könn­ten bald gestri­chen werden.

In den ver­gan­ge­nen Tagen sollte jeder von ent­spre­chen­den Pro­test­ak­tio­nen, die vor­wie­gend vom AStA aus­ge­hen, etwas mit­be­kom­men haben. Auf einer Face­book­seite gibt es dem­ent­spre­chend auch eini­ges zu sehen.

Final soll nun heute um 16 Uhr ein Later­nen­um­zug statt­fin­den. Treff­punkt ist der Rubenowplatz.

Das Ori­gi­nal­foto der Laterne stammt von Tavis Ford. Den Ban­ner für den Later­nen­um­zug haben wir von der bereits ver­link­ten Face­book­seite geklaut.

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