Schlagwort-Archiv: Hochschulpiraten

»Warum soll ich am 20. Mai auf die Straße gehen?«

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Kom­mu­nal­wah­len Greifs­wald - die Hochschulpiraten

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Voll­ver­samm­lung im Mai

bildungsstreik 05. novemberWie in jedem Semes­ter fin­det auch in die­sem eine Voll­ver­samm­lung statt. Am 20. Mai könnt ihr unter ande­rem dar­über ent­schei­den, ob der Semes­ter­bei­trag von der­zeit 8 Euro auf 10 Euro erhöht wer­den soll. Das Stu­die­ren­den­par­la­ment beschloss bereits im Dezem­ber, den Antrag auf Erhö­hung des Bei­tra­ges an den AStA zu über­wei­sen, da sich das Stupa nicht bevoll­mäch­tigt sah, einen grund­le­gen­den Antrag ohne das Votum einer Voll­ver­samm­lung abzu­stim­men [1]. Der Antrag wurde von eini­gen Stu­pis­ten gestellt, um die Rück­lage auf­zu­sto­cken und mehr Ver­an­stal­tun­gen zu ermög­li­chen; ebenso war ange­dacht, das Bud­get für Frei­tisch­kar­ten zu erhö­hen. Alle Stu­die­ren­den sind dazu auf­ge­ru­fen, beim Stupa-Präsidium eigene Anträge an die Voll­ver­samm­lung ein­zu­rei­chen, um auf die Ent­wick­lung der Hoch­schul­po­li­tik Ein­fluss zu neh­men. Wäh­rend der Voll­ver­samm­lung fal­len alle Lehr­ver­an­stal­tun­gen aus, damit alle Stu­die­ren­den ihr Recht, an der Ver­an­stal­tung teil­zu­neh­men, wahr­neh­men kön­nen. Also nimm dir die Zeit und ent­scheide mit, es geht schließ­lich auch um dein Geld!

Außer­dem fin­det am glei­chen Tag der bun­des­weite Auf­takt der Bil­dungs­de­mos statt. Grund für die Bil­dungs­de­mos ist das Finan­zie­rungs­de­fi­zit an vie­len Hoch­schu­len. So feh­len an unse­rer Uni­ver­si­tät in Greifs­wald 13,4 Mil­lio­nen Euro für die nächs­ten zwei Jahre. Bei ande­ren Hoch­schu­len ist das Defi­zit bereits noch deut­li­cher spür­bar, sodass es dem­nächst zu ers­ten Insti­tuts­schlie­ßun­gen kom­men wird [2]. Ziel der Bil­dungs­de­mos ist es nun, auf die­sen Miss­stand auf­merk­sam zu machen sowie auf eine Lösung hin­zu­ar­bei­ten. Nach dem Vor­bild der Demons­tra­tion im Novem­ber letz­ten Jah­res soll auch diese wie­der im Rah­men der Voll­ver­samm­lung statt­fin­den, um mög­lichst viele Stu­die­rende zu mobi­li­sie­ren [3]. Wir wür­den uns freuen, auch dich bei der Demo und auf der Voll­ver­samm­lung zu treffen!

[1] http://webmoritz.de/2013/12/03/stupa-ticker-kommt-jetzt-die-beitragserhoehung/
[2] http://webmoritz.de/2014/04/08/bildungsstreik-2014-rollt-an/
[3] http://webmoritz.de/2013/11/05/liveticker-von-der-schwerin-demo/

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Gra­tu­la­tion Soli­Uni, Gra­tu­la­tion Milos - und eine kri­ti­sche Frage

Der Webmoritz-Twitterdienst [1] mel­det, dass die Senats­wahl aus­ge­zählt ist und Hoch­schul­pi­rat Milos die meis­ten Stim­men erhal­ten hat. Er hat mit vie­len ande­ren auf der Liste Soli­da­ri­sche Uni­ver­si­tät kan­di­diert, die 11 der 12 Sitze der stu­den­ti­schen Ver­tre­ter im Senat der Uni­ver­si­tät ein­nimmt. Auch dazu sei ihm und sei­nen Kom­mi­li­to­nin­nen (#inWo­che) gra­tu­liert.

Der kri­ti­sche Betrach­ter mag jedoch fra­gen: Ist es demo­kra­tisch in Ord­nung, dass eine ein­zige Liste bei­nahe alle Sitze holt? Die große Koali­tion im Bun­des­tag wird ja unter ande­rem dafür kri­ti­siert, dass effek­tiv keine Oppo­si­tion mehr mög­lich ist.

Hier liegt der Fall jedoch etwas anders: Zum einen han­delt es sich bei der Liste Soli­da­ri­sche Uni­ver­si­tät um eine bunte Mischung aus Ver­tre­tern diver­ser Hoch­schul­grup­pen sowie par­tei­un­ge­bun­de­nen Kan­di­da­ten - es ist also schon intern eine gewisse Viel­fäl­tig­keit zu erwar­ten. Zum ande­ren bil­den die Stu­die­ren­den eben nur ein Drit­tel des Senats [2]. Es ist gut, dass sich die stu­den­ti­schen Ver­tre­ter eini­ger­ma­ßen einig sein wer­den und eine gemein­same Agenda haben. Wenn die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den von den Pro­fes­so­rin­nen nicht geteilt wer­den, macht man es die­sen mit einem geteil­ten Mei­nungs­bild aus der Stu­die­ren­den­schaft doch sehr leicht, die eigene Posi­tion durchzubringen.

Am Don­ners­tag und Frei­tag kön­nen wei­ter­hin die Fach­schafts­räte und die Mit­glie­der des Stu­die­ren­den­par­la­ments gewählt wer­den. Wir wür­den uns über gute Ergeb­nisse für die Hoch­schul­pi­ra­ten freuen.

[1] Web­mo­ritz Tweet
[2] Senat der Uni­ver­si­tät Greifswald

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Gre­mi­en­wah­len 2014 - Blick nach rechts

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Heute wagen wir einen Blick nach rechts und beschäf­ti­gen uns mit den »Demo­cra­tic Aven­gers«, die als Liste für den Senat an der Uni­ver­si­tät Greifs­wald antreten.

Hin­ter den »Super­hel­den der Demo­kra­tie« ver­ber­gen sich die ehe­ma­lige Bür­ger­li­che Liste und die Junge Union. Beide Grup­pen waren im letz­ten erwei­ter­ten Senat der Uni­ver­si­tät ver­tre­ten. Obwohl mit einer gemein­sa­men Liste ange­tre­ten wird, gab es wohl doch zu große Hem­mun­gen vor einer gemein­sa­men Wahl­wer­bung. Es geht anschei­nend auch so, ohne zu wis­sen, wel­che inno­va­ti­ven Wahl­ziele ver­folgt wer­den sollen.

Mit Blick zurück auf die letzte Legis­la­tur fällt sofort auf: »kon­ser­va­tiv« ist heut­zu­tage mit »inak­tiv« gleich­zu­set­zen. Das gilt nicht nur für die Kanz­le­rin, son­dern fängt schon beim Nach­wuchs an.

Zunächst zur Anwe­sen­heit [1]: Unsere Nach­for­schun­gen haben erge­ben, dass die Bür­ger­li­che Liste in den ver­gan­ge­nen acht Senats­sit­zun­gen tat­säch­lich immer anwe­send war. Die Junge Union schaffte es ledig­lich zu drei von acht Sit­zun­gen. Das sind 37,5% Anwe­sen­heits­quote in der bis­he­ri­gen Legis­la­tur (die Zah­len stüt­zen sich auf die Aus­wer­tung der Senats­pro­to­kolle, die für jedes Uni­ver­si­täts­mit­glied frei ein­seh­bar sind [2]). Wir haben es hier mit einem kla­rem Wer­te­ver­fall im deutsch-konservativen Lager zu tun. Deut­sche Tugen­den wer­den ein­fach nicht mehr groß geschrie­ben beim Merkel-Nachwuchs. Doch lasst euch nicht vom guten Abschnitt der Bür­ger­li­chen Liste täu­schen, Anwe­sen­heit bedeu­tet in die­sem Fall vor allem die phy­si­sche Anwe­sen­heit, inhalt­lich glänzte die Bür­ger­li­che Liste vor allem mit Schweigen.

Aber zum Glück glän­zen Junge Union und Bür­ger­li­che Liste mit einer Fülle von Anträ­gen. Schließ­lich haben sie dem Wäh­ler und der Wäh­le­rin eini­ges ver­spro­chen. Auch dabei haben wir einen Blick ins Pro­to­koll gewor­fen. Es gab unglaub­li­che 0 eigene Anträge sei­tens der desi­gnier­ten Demo­cra­tic Aven­gers. Um es noch­mal auf der Zunge zer­ge­hen zu las­sen in Wor­ten: NULL, ZERO, ZÉRO, CERO. Man stelle sich vor, dass ein Böse­wicht die Zukunft der Erde bedrohe, und die Demo­cra­tic Aven­gers sind ent­we­der nicht da oder nicht in der Lage, uns zu ret­ten, da sie daran schei­tern, sich ins Super­hel­den­kos­tüm zu zwän­gen! Tolle Super­hel­den haben wir da.

Was heißt das eigent­lich für die­ses Jahr?

Nun ja, die Junge Union zieht mit zehn The­men in den Wahl­kampf [3] - unter ande­rem die bar­rie­re­freie Uni­ver­si­tät, der Erhalt der Voll­uni­ver­si­tät und der uner­bitt­li­che Kampf für die Uni-App. Ehr­lich gesagt machen wir uns jetzt schon Sor­gen um unsere Voll­uni­ver­si­tät, denn die Bilanz der Super­hel­den in spe ist erschreckend.

Was kön­nen wir jetzt noch tun?

Ruhig blei­ben und Kanz­le­rin wäh­len wäre jetzt die post­de­mo­kra­ti­sche Ant­wort des kon­ser­va­ti­ven Macht­blocks. Wir haben eine viel bes­sere Alter­na­tive, die den schein­bar unauf­halt­sa­men Stru­del der Alter­na­tiv­lo­sig­keit durch­bricht - das Schlag­wort heißt Soli­da­ri­tät [4]!

[1] Anwe­sen­heit JU bür­ger­li­che Liste
[2] http://www.uni-greifswald.de/organisieren/leitung/senat.html
[3] http://www.ju-greifswald.de/hochschulgruppe.html
[4] https://www.facebook.com/events/1451819155041706/

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