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Kamera aus im AStA

Pünktlich zum neuen Semester startete der AStA einen Modellversuch, der inzwischen auch im hiesigen Kreistag begonnen hat [1].

Um die Studierendenschaft besser über die Arbeit des AStA zu informieren, wurden die Berichte der verschiedenen AStA-Referate live gestreamt. Bis zu 50 Personen nahmen dieses Angebot wahr, auch wenn die technische Umsetzung durch die AG Transparenz und Modernisierung noch haperte.

Im Gegensatz zum Kreistag, der auch zukünftige Sitzungen streamen möchte, hat sich der AStA jedoch entschieden, den Modellversuch nicht fortzusetzen. Studierende, welche die Arbeit ihrer Interessenvertreter auch weiterhin verfolgen wollen, sind daher sowohl bei den Sitzungen des AStA als auch denen des Studierendenparlaments auf physische Anwesenheit angewiesen. Die Termine dieser Sitzungen sind den jeweiligen Seiten zu entnehmen [2][3]. Die Hochschulpiraten bedauern, dass die verfasste Studierendenschaft die Chance, ihre eigene Arbeit unter den Studierenden publik zu machen, auslässt. Es bleibt die Frage, wovor diejenigen Mitglieder, die der Übertragung im Weg stehen, eigentlich Angst haben.

[1] http://piraten-hgw.de/2012/09/1128/
[2] http://asta-greifswald.de
[3] http://www.stupa.uni-greifswald.de/

Das Foto ist von ring2 und steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA 2.0.

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Kleine Nachlese zur letzten Kreistagssitzung

Es bewegt sich etwas in Sachen Nachvollziehbarkeit des Kreistages – erstmalig wurde er live im Internet übertragen. Die Aufzeichnung der Sitzung soll demnächst auf den Kreistagsseiten abrufbar sein. Ein wichtiger Schritt auf einem langen Weg, der insbesondere durch das Kreistagsmitglied Ulf Burmeister aus Greifswald möglich wurde.

Was noch fehlt, ist etwas Öffentlichkeitsarbeit des Kreises. Es gab vorab keine Pressemitteilung, die die Einwohner unseres Kreises über dies Übertragung informierten. Auch die Ostsee-Zeitung berichtete erst nachträglich – und nur im Greifswalder Lokalteil – über die Liveübertragung und brachte einen Link, der mittlerweile ins Leere führt. Sobald die Aufzeichnung online verfügbar ist und als erster Beitrag in die Mediathek gestellt wurde, wäre eine Pressemitteilung des Kreistagsbüros wünschenswert.

Inhaltlich war dieser Kreistag durch Anträge der Verwaltung geprägt. Nur sporadisch kamen dabei Diskussionen auf.

Wer sich weiter informieren will, macht das am besten im Netz: Die Grünen berichten in ihrem Blog [1] über den öffentlichen Teil der Kreistagssitzung und kündigen Aufreger aus dem nichtöffentlichen Teil an – Einblicke, die uns mangels eigener Abgeordneter leider verwehrt blieben. Eine sehr interessante Idee haben die Greifswalder Jusos umgesetzt. Unter dem Titel »Nachsitzen« [2] wird in einem sechsminütigem Video – natürlich sehr SPD-lastig – die Kreistagssitzung zusammengefasst. Diese Reihe wird hoffentlich fortgesetzt. Wenn sich ein solches Format etabliert und auch andere politisch Verantwortliche die Möglichkeiten moderner Medien entdecken, wird das die Distanz zu Entscheidungsvorgängen im kommunalen Bereich verringern. Das Fleischervorstadtblog [3] informiert schließlich über den NDR-Beitrag zum Protest gegen die NPD vor der Kreistagssitzung.

[1] http://blog.gruene-greifswald.de/2012/09/11/die-gestrige-sitzung-des-kreistages-vorpommern-greifswald-offentlicher-teil/
[2] http://www.youtube.com/watch?v=diXJQtzSELs
[3] http://blog.17vier.de/2012/09/11/ndr-beitrag-uber-den-protest-gegen-die-npd-vor-der-kreistagssitzung/

Das ist die offizielle Kreistags-Kamera, die Piraten-Cam konnte also ausbleiben.

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Kreistag Vorpommern-Greifswald: Endlich wieder in Greifswald und endlich auch live im Internet [Update]

Es ist soweit: Nach seiner Sommerpause wird der Kreistag Vorpommern-Greifswald am 10. September wieder tagen – und dieses Mal gastiert die Bürgervertretung, nach diversen Sitzungen in Pasewalk, auch endlich wieder in Greifswald.

Wie es scheint, wird es auch die erste Sitzung sein, die offiziell gefilmt und live ins Internet übertragen wird [1]. Die Piraten Vorpommern-Greifswald begrüßen dies ausdrücklich. Dass Kreistag und Verwaltung offenbar endlich bereit sind, auf diesem Weg mehr Öffentlichkeit herzustellen, freut uns sehr. Wir werden diesen ersten Versuch mit Wohlwollen beobachten und uns anschließend ein Urteil über den Erfolg der Maßnahme bilden. Sollten wider Erwarten technische Probleme die Aufzeichnung der Sitzung verhindern, werden wir mit unseren Mitteln eine Alternative anbieten – sofern es uns nicht erneut untersagt wird [-> Update]

Weiterhin betonen wir, dass Transparenz und Öffentlichkeit nicht allein durch den Einsatz moderner Medien erreicht werden können [2]. Wir fordern darum, dass die Tagung der Bürgervertretung für Außenstehende nachvollziehbar wird. Auf keinen Fall darf es dazu kommen, dass phasenweise lediglich nummerierte Anträge im Eiltempo abgestimmt werden. Die Bürger müssen befähigt werden, der Sitzung folgen zu können. Hierzu ist es unerlässlich, dass Informationen einfach aufzufinden sind und verständlich dargestellt werden. Wir erkennen jedoch erheblichen Nachholbedarf bei der Zugänglichkeit von Informationsmaterial und mahnen entsprechend Verbesserungsbedarf bei der Internetseite des Kreises an. In Vorpommern-Rügen ist es bedeutend einfacher, relevante Dokumente zu finden und Termine werden auch langfristiger und mit ausführlicheren Beschreibungen angekündigt. Wieso geht das bei uns nicht so?

Für die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen ist es weiterhin unbedingt notwendig, dass Protokolle und Grundlagen der Diskussion zeitnah verfügbar sind. So ist zum Beispiel der Haushaltsentwurf der Verwaltung für Bürger nur auf Umwegen zu erreichen. Vorpommern-Greifswald hat noch viel zu tun, um die einfachsten Formen der Bürgerbeteiligung zu verbessern. Wir fordern, dass entsprechende Maßnahmen konsequent und unverzüglich angestrebt werden.

Einen Wermutstropfen hat die Sitzung in Greifswald jedoch: Erneut müssen wir ertragen, dass Faschisten in unserer Stadt einer Bürgervertretung angehören dürfen. Als dies im Dezember 2011 zuletzt der Fall war, eskalierte die Situation [3]. Eine Vielzahl an Bürgern unseres Landkreises protestierte friedlich gegen die Anwesenheit der Neonazis und wurde von diesen daraufhin körperlich angegriffen. Derartige Gewaltausbrüche während der Tagung einer Bürgervertretung demaskieren die Nationalsozialisten als das, was sie sind: skrupellose Menschenfeinde, die mit allen Mitteln versuchen, ihr krankes Weltbild durchzusetzen.

Zum Glück verliert die demokratisch denkende Mehrheit nicht den Mut und so wollen auch am kommenden Montag Menschen aus unserer Region zeigen, dass Neonazis hier unerwünscht sind. So rufen beispielsweise die Grünen dazu auf, ab 14.30 Uhr auf den Stufen vor der Stadthalle ein Zeichen gegen Neonazis zu setzen. Diesem Aufruf schließen wir uns uneingeschränkt an! Gleichzeitig bitten wir darum, einen reibungslosen Ablauf der Sitzung zu gewährleisten – manchmal muss man sogar Unerträgliches aushalten, in diesem Fall sind es leider Neonazis in unserem Kreistag.

Zur Tagesordnung
Zu den Sitzungsunterlagen

[1] Link zum Livestream
[2] früherer Blogeintrag: Unsere Vorschläge zur Herstellung von Transparenz und Bürgerbeteiligung
[3] früherer Blogbeitrag: Gewaltausbrüche von Nazis im Kreistag

Update
Uns wurde versichert, dass der Stream laufen wird und tatsächlich geht alles. In Zukunft wird eine Mediathek zusammengestellt, in der die Sitzungen aufbereitet abrufbar sind. Wir gratulieren dem Kreis Vorpommern-Greifswald und freuen uns!
Auf eine eigene Aufzeichnung verzichten wir – bevor noch jemand auf die Idee kommt deshalb eine Abstimmung gegen Videoaufzeichnungen zu starten.

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Kreistag Vorpommern-Greifswald – im Notfall mit der NPD

Die Kreistagssitzung am 18. Juni 2012 in Pasewalk hatte einige sehr interessante Punkte aufzuweisen. Der Saal war brechend voll – kaum ein freier Platz in den Zuschauerreihen zu kriegen. Mangelndes Politikinteresse? Fehlanzeige. Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dieses soll herbeigeredet werden.

Die Piratenpartei Vorpommern-Greifswald (Projekt Schindluder.TV – das erklären wir mal an anderer Stelle, wenn daran Interesse besteht) war vor Ort, um die Sitzung aufzuzeichnen und damit denjenigen die Teilnahme zu ermöglichen, die aus Zeit- und/oder Kostengründen nicht persönlich den Weg nach Pasewalk (bekanntlich ja zentral im neuen Großkreis gelegen…) antreten konnten. Auf Antrag der NPD wurde über die Zulässigkeit unserer Übertragung abgestimmt.

Von 63 anwesenden Abgeordneten stimmten 29 dem NPD-Antrag gegen eine Übertragung zu.

Daraus ziehen wir zwei Schlussfolgerungen:

1. Für uns nicht überraschend: Der NPD geht es nie um sachbezogene Politik. Während sie in einem anderen Kreistag die Übertragung beantragt, um die anderen Fraktionen zur Ablehnung zu bringen, beantragt sie hier die Unterbindung.
2. Für uns durchaus überraschend: Obwohl mittlerweile alle anderen Fraktionen eigene Anträge zur Übertragung von Kreistagssitzungen eingebracht haben, der Kreistag bereits die Verwaltung mit der Schaffung der technischen Voraussetzungen beauftragt hat, stimmen 23 der anderen Kreistagsabgeordneten lieber einem NPD-Antrag zu, als die Übertragung tatsächlich zuzulassen.

Offensichtlich ist der Kreistag Vorpommern-Greifswald nicht in der Lage, die Umsetzung der eigenen Beschlüsse durch die Kreistagsverwaltung zu erreichen. Ehe man aber irgendwelchen Privatpersonen™ gestattet, diese Lücke zu füllen, sperrt man lieber die erweiterte Öffentlichkeit ganz aus. Sonntagsreden zu mehr Bürgerinformation und -beteiligung werden zwar immer wieder gern geschwungen – aber diese sind längst nicht mehr ernst zu nehmen. Notfalls verhindert man im Schulterschluss mit Typen vom rechten Rand gemeinsam, dass Sitzungen übertragen werden. Könnte ja sonst einer auf die Idee kommen, zuzugucken…

Uns bleibt immer noch rätselhaft, welche technischen Voraussetzungen für eine simple Videoaufzeichnung durch die Verwaltung erst noch geschaffen werden müssen. Einen Laptop wird diese ja wohl haben und eine normale Kamera dürfte auch aufzutreiben sein. Wahrscheinlich soll der Kreistag wohl später mal in 3D übertragen werden. Das will natürlich vorbereitet sein…

Wie schon häufiger in Aussicht gestellt, soll es bei der nächsten Sitzung aber klappen. Dann filmt die Verwaltung selbst. Ganz bestimmt.

Wenn nicht die Kreistagsabgeordneten das zusammen mit der NPD untersagen. Mal sehen.

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Piraten stellen wieder die Transparenzfrage im Kreistag

Seit mehreren Sitzungen überbieten sich die verschiedenen Fraktionen im Kreistag Vorpommern-Greifswald mit unterschiedlichen Anträgen zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung im kommunalen Bereich. Unisono erklärten, nachdem unsere Anregungen durch den Abgeordneten Burmeister in die Diskussion getragen wurden, die SPD, die LINKE und auch die CDU, dass sie durch Übertragungen der Kreistagssitzungen mehr Bürgern in unserem riesigen Landkreis die Möglichkeit der Teilhabe ermöglichen wollen.Verschiedene Anträge dazu wurden in die Ausschüsse verwiesen.

In der Vergangenheit wurde es akzeptiert, dass die Piratenpartei dem bestehenden Mangel durch eigene Übertragungen begegnete. Unser Ziel ist es nicht, die dauerhafte Kameratruppe des Kreistages zu stellen, sondern zu demonstrieren, mit welch einfachen Mitteln dies durchgeführt werden kann. Wir erwarten, dass die Kreistagsverwaltung im Auftrag der Kreistagsabgeordneten diese Sache endlich selbst in die Hand nimmt.

Im Moment sieht es aber eher so aus, dass die erweiterte Öffentlichkeit, die unsere Kommunalverfassung seit letztem Jahr als Regelfall ansieht, im Kreistag Vorpommern-Greifswald auf wenig Gegenliebe stößt. Auf der Sitzung am 16. April 2012 wurde erstmals die Aufzeichnung der Sitzung durch die Piraten untersagt, obwohl wir schon mehrfach zeigen konnten, dass mehr Öffentlichkeit nicht wehtut und viele Bürger ein Interesse an der Sitzung und dem Beratungsverlauf haben.

Der nächste Kreistag am 18. Juni 2012 verspricht interessant zu werden [1]. Die Entscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens »Pro Option« [2], eine Entschließung zu den massiven Unregelmäßigkeiten beim Bau der Sauenfabrikanlage in Alt Tellin, die Diskussion um den geplanten Deichrückbau bei Karlshagen und Peenemünde und den Ersatz durch einen Kombideich [3], die Finanzierung des Flughafens Heringsdorf und endlich eine Diskussion zum Punkt »Beschlusskontrolle« (werden die Kreistagsbeschlüsse durch die Verwaltung eigentlich umgesetzt?) – das sind einige sehr interessante Tagesordnungspunkte, die mit Sicherheit auf großes Bürgerinteresse stoßen werden.

Was jedoch erstmals seit einigen Sitzungen fehlt, ist ein Tagesordnungspunkt zum Thema Kreistagstransparenz. Bis auf nette Absichtserklärungen ist an dieser Stelle nichts Neues passiert. Wir werden deshalb wieder vom Kreistag berichten und das in der Kommunalverfassung verankerte Recht in Anspruch nehmen, die Öffentlichkeit auch mit Filmaufnahmen zu informieren. Wir hoffen, dass nicht erneut einige wenige Kreistagsabgeordnete diese zusätzliche Informationsmöglichkeit für die Einwohner unseres Landkreises unterbinden. Eine Begründung für den Ausschluss der erweiterten Öffentlichkeit bei der letzten Sitzung [4] sind die Neinsager übrigens bis heute schuldig geblieben..

[1] Tagesordnung mit Anträgen (PDF)
[2] siehe dazu http://piraten-hgw.de/2012/04/kampf-der-beamten/
[3] http://www.spd-usedom.de/wp-content/uploads/2012/05/Antrag_SPD_Deich_10052012.pdf
[4] http://piraten-hgw.de/2012/04/milchglastransparenz-wie-kreistag-und-verwaltung-burgern-die-teilhabe-erschweren/

Foto: Danny Williams: Theres no escape from this town
Lizenz: Some rights reserved
Quelle: www.piqs.de

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