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Rostock, 11. Februar 2012

Fotos von vogelhaus. Mehr Fotos von der Demonstration gibt es von Marcus und von Mario.

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Auf nach Rostock!

Lasst uns ACTA stoppen! Wir fahren heute gemeinsam zur Demonstration gegen das Handelsabkommen ACTA nach Rostock. Auch wenn die Bundesregierung gestern die Unterzeichnung vorläufig (sic!) ausgesetzt hat, ist es wichtig mit einem starken Protest, dieses Abkommen endgültig ad acta zu legen. Es ist intransparent entstanden, zementiert ein überkommenes Urheberrecht und ist gefährlich unscharf in den Sanktionsregelungen. Hier die wichtigsten Demoinfos:

Treffpunkt ab 13 Uhr in der Bahnhofshalle Greifswald
Wir fahren mit MV-Ticket. Je Person sind das 6,60 Euro bei fünf Personen je Ticket. Diese sind für Hin- und Rückfahrt gültig.

Abfahrt mit der Regionalbahn:
13:21 Uhr ab Greifswald Hbf
Umsteigen und Weiterfahrt 14:00 Uhr ab Stralsund Hbf
Ankunft in Rostock Hbf 14:55 Uhr
Geimsamer Fußmarsch zum Uniplatz (ca. 10 min.) oder Straßenbahnfahrt (entscheiden wir vor Ort)

Rückfahrt mit der Regionalbahn:
19:01 Uhr ab Rostock Hbf
Ankunft in Stralsund Hbf 19:55 Uhr
und in Greifswald Hbf 20:34 Uhr

Demonstration, Samstag, 11.2.2012, Rostock
• Treffpunkt 15 Uhr Uniplatz (Innenstadt)
• Beginn ca. 15:15 Uhr, Abmarsch 15:30 Uhr
• Demo-Route: Start am Universitätsplatz > Kröpeliner Tor > Gertrudenplatz > Gertrudenstraße > Lange Straße > Neuer Markt > Universitätsplatz (zwei Redebeiträge unterwegs)
• Ende zwischen 17 und 18 Uhr
• Anschließend Aufwärmmöglichkeit in der Landesgeschäftsstelle #l16 in der Langen Straße 16 (Innenstadt)

Mitbringen:
• Warme Kleidung
• Heißgetränke und Verpflegung
• Ausweis und Geld
• Transparente/Schilder
(Wir haben auch einige Pappen dabei, die noch im Zug beschrieben werden können)

Auflagen der Stadt und Polizei:
- Die Straßen sind ausschließlich in Fahrtrichtung zu begehen (für Ordner wichtig).
- Kundgebungen auf dem Gertrudenplatz und dem Neuen Markt dürfen maximal 15 Minuten dauern, weitere Stopps sind untersagt.
- Das Mitführen von Glasflaschen und Dosen ist untersagt.
- Fahnen und Transparentstangen dürfen nicht aus Metall oder Bambus und nicht länger als drei Meter sein.
- Mitführen und Verzehr von Alkohol ist untersagt.
- Transparente und Banner dürfen nicht verseilt und als Sichtschutz verwendet werden (Vermummung).
- Es gilt ein allgemeines Vermummungsverbot – dies schließt ausdrücklich Guy-Fawkes/Anonymus-Masken ein! Die Polizei hat angekündigt, die Demonstration zur Not anzuhalten, bis die Masken abgenommen sind.

Auflagen der Veranstalter:
- Nazis werden durch die Organisatoren von der Veranstaltung verwiesen.

Bis nachher!

Zur Einstimmung mal ein Video von der Stopp-ACTA-Demo in Polen/Krakau:

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Stoppt ACTA!

Informationsveranstaltung am 9. Februar und Protestkundgebung am 11. Februar

Am Donnerstag, den 9. Februar 2012 findet um 20 Uhr im Bistro ›Das Sofa‹ [1] eine parteiübergreifende Informationsveranstaltung zu ACTA statt. Wir wollen mit möglichst vielen Leuten und Initiativen über ACTA sprechen und anschließend die gemeinsame Fahrt zur Protestkundgebung in Rostock [2] am Samstag organisieren.

Das »Anti-Counterfeiting Trade Agreement« (ACTA) ist ein Handelsübereinkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie zwischen der EU, den USA und neun weiteren Staaten. Das klingt harmlos, doch ACTA ist mächtig und unkontrollierbar. ACTA ignoriert die Gewaltenteilung und umgeht demokratische Prinzipien: ACTA entstand intransparent, geheim, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ärmerer Länder, aber mit Unterstützung der Lobbyisten von Rechteverwertern und Industrie. In der Institution »ACTA-Ausschuss« würde dieses Prinzip fortgeführt werden. Die Auslegung des Vertrages ist geheim. Das allein wäre schon Grund genug, ACTA abzulehnen. Doch es gibt weitere gewichtige Gründe:

ACTA zwingt die Telekommunikationsanbieter zu privaten Zensur- und Überwachungsstrukturen und führt zu einer Überwachung der Menschen auf Verdacht. Meinungsfreiheit und Datenschutz werden Unternehmen und den Interessen globaler Rechteverwerter ausgeliefert. ACTA erzeugt Rechtsunsicherheiten und einen Anstieg von Rechtskosten für Unternehmen. Dies begünstigt Oligopole und verhindert fairen Wettbewerb und Innovation. ACTA nimmt den Tod von Menschen in ärmeren Ländern in Kauf, beispielsweise indem die dort bisher legalen Generika lebensrettender Medikamente und das Erzeugen eigenen Saatguts verboten werden.

Bislang haben bereits mehr als 1,6 Millionen Bürger die Petition unterzeichnet, in der die Mitglieder des Europäischen Parlaments auffordert werden, ACTA abzulehnen [3]. Tausende Menschen sind in unseren Nachbarländern auf der Straße. Die Regierungen in Polen, Tschechien und der Slowakei haben unter dem Eindruck der Proteste die Ratifizierung des Abkommens ausgesetzt. Um dies zu erreichen, finden am Samstag, dem 11. Februar, massive Proteste in mindestens 19 Ländern statt. Allein in Deutschland wird es Protestaktionen in über 50 Städten geben.

Deshalb laden die Piratenpartei Vorpommern-Greifswald, die Grüne Jugend, die Jusos Südvorpommern, Attac Greifswald und der Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen gemeinsam alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung über ACTA ein. Nach einem Einstiegsreferat und einer Diskussion wollen wir die Teilnahme an der Kundgebung am 11. Februar in Rostock besprechen. Die Demonstration beginnt um 15 Uhr auf dem Universitätsplatz in Rostock [4]. Nach jetzigem Stand werden über 500 Teilnehmer erwartet. Wir planen eine gemeinsame Bahnfahrt (13.21 Uhr ab Greifswald). Lasst uns zusammen ACTA stoppen!

[1] Greifswald, Brüggstraße 29
[2] http://npbhro.de/StopACTA
[3] https://secure.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/
[4] http://www.openstreetmap.org/?lat=54.087961&lon=12.134146&zoom=18&layers=M

[Update] Aufruf der Grünen Jugend / Aufruf des Arbeitskreises kritischer Jurist*innen (AKJ) / WebMoritz / Daburna / AStA

[Update] Livepad von der Veranstaltung

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Bildungsstreik 2011: Freier Zugang zur Bildung für alle

Ein bundesweites Bündnis aus Hochschulgruppen, Schülerinitiativen, Gewerkschaften und Parteien ruft für Donnerstag, den 17. November 2011, zum Bildungsstreik auf. Diese deutschlandweiten Aktionen sind Teil der weltweiten »Global Weeks of Action for Education«. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Piratenpartei Deutschland sowie die Hochschulpiraten in Rostock und Greifswald unterstützen den Aufruf.

In diesem Aufruf wird unter anderem gefordert, Bildung für alle kostenfrei zu ermöglichen, kleinere Klassen und Kurse einzurichten, die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis nach der Ausbildung festzuschreiben, mehr Geld für Bildung statt für Bankenrettungen einzusetzen sowie die Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen voranzutreiben. Dabei soll der Bildungsstreik »die Bildungspolitik verändern, Menschen politisieren und Selbstorganisation stärken«.

Viele Forderungen des Bündnisses sind auch Programm der Piratenpartei. Wie das Bündnis für den Bildungsstreik fordern wir einen kostenlosen Zugang zu Bildungseinrichtungen für alle. Es ist die vornehmliche Aufgabe des Staates, eine leistungsfähige und angemessene Bildungsinfrastruktur zu finanzieren. Die Piratenpartei lehnt jegliche Gebühren für Bildung ab und fordert die Lehrmittelfreiheit, auch durch die Förderung und Verwendung von Werken unter Creative Commons Lizenzen. Bildungseinrichtungen sind ein prägender Lebensraum für Schüler, Auszubildende und Studenten, sie müssen deshalb demokratisiert werden. Jeder Mensch ist ein Individuum mit persönlichen Neigungen, Stärken und Schwächen. Institutionelle Bildung soll daher den Einzelnen unterstützen, seine Begabungen zu entfalten, Schwächen abzubauen und neue Interessen und Fähigkeiten zu entdecken. Starre Lehrpläne und Kopfnoten werden diesem Ziel nicht gerecht. Piraten wollen stattdessen vereinbarte Lernziele und soziales Lernen. Deshalb beteiligen wir uns an den Streikaktionen in Mecklenburg-Vorpommern.

In Greifswald wird am 17. November ab 12 Uhr zu einer Demonstration aufgerufen. Sammelpunkt ist der Rubenowplatz. Die Rostocker starten den Bildungsstreik um 11 Uhr am Hauptbahnhof mit einer Demonstration unter dem Motto »Für Solidarität und freie Bildung«.

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