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Car­Sha­ring in Greifs­wald: Lösung oder Scheinlösung?

Soll Car­Sha­ring abge­schafft werden?

In allen Kon­zep­ten der letz­ten Jahre ist Car­Sha­ring immer wie­der als Lösung auf­ge­taucht. Mit Car­Sha­ring soll der Ver­kehr redu­ziert, CO2 ein­ge­spart, die Park­platz­si­tua­tion ent­spannt und die Mobi­li­tät der Greifs­wal­der beför­dert wer­den. Doch viele Greifs­wal­der ken­nen das Ange­bot [1] bis­her kaum und so waren wir nicht ver­wun­dert, dass Herr Prausse als Lei­ter der Stadt­werke Car­Sha­ring auch aus Kos­ten­grün­den auf den Prüf­stand brin­gen will. Mit ande­ren Wor­ten: Die Stadt­werke den­ken dar­über nach, die­ses Ange­bot wie­der abzuschaffen.

Um uns etwas bes­ser zu infor­mie­ren, haben wir eine kleine Anfrage [2] gestellt und als Ant­wort erhal­ten, dass nur 38 Greifs­wal­der (10 mehr als im Vor­jahr!) das CarSharing-Angebot nut­zen. Immer­hin wer­den aber auch nur 4000 Euro Ver­lust gemacht. Man könnte auch sagen, dass sich das Pro­jekt zu 77% selbst finan­ziert – dies­be­züg­lich sind wir gar nicht so besorgt. Der geringe Ver­lust recht­fer­tigt in unse­ren Augen die Ein­stel­lung des Ange­bo­tes noch nicht.

Nützt uns CarSharing?

Den­noch muss ganz grund­sätz­lich gefragt wer­den, ob Car­Sha­ring unse­rer Stadt tat­säch­lich gut tut. Zwei­fels­ohne ermög­li­chen Aus­leih­fahr­zeuge mehr Mobi­li­tät. Aber ver­rin­gert Car­Sha­ring den Ver­kehr und CO2-Ausstoß in Greifs­wald? Wir wis­sen es nicht. Zunächst muss davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass durch die Ver­füg­bar­keit der Fahr­zeuge auch mehr Fahr­ten unter­nom­men wer­den – womög­lich scha­det Car­Sha­ring also dem Rad­ver­kehr und dem ÖPNV. Viel­leicht wür­den sich CarSharing-Nutzer aber auch ein Fahr­zeug bei Freun­den lei­hen und somit pri­va­tes Car­Sha­ring betrei­ben. Ande­rer­seits ist zu befürch­ten, dass Greifs­wal­der sich ohne CarSharing-Angebote eigene Kfz kau­fen wür­den und dann erst recht auf vier Rädern unter­wegs wären. Damit sind wir beim Kern des Pro­blems: Car-Sharing ist nur dann ein Erfolg, wenn weni­ger Autos rum­ste­hen oder -fah­ren. Um das her­aus­zu­fin­den, müss­ten die tat­säch­li­chen Nut­zer befragt wer­den: Was wür­den sie tun, wenn das Ange­bot gestri­chen würde?

Was kön­nen wir tun?

Bereits jetzt lässt sich jedoch erken­nen, dass wir meh­rere Hand­lungs­op­tio­nen haben.

a) Wir schaf­fen Car­Sha­ring ab. Damit schaf­fen wir drei Fahr­zeuge ab, die in Greifs­wald ste­hen. Sie wür­den dann irgendwo anders ste­hen, aber lang­fris­tig ver­mut­lich in einer Schrott­presse lan­den und – weil wir eben drei Autos weni­ger in der Stadt haben – nicht nach­be­stellt wer­den. Damit spa­ren wir als Stadt etwas Geld und Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand. Die 38 Nut­zer müss­ten sich andere Alter­na­ti­ven suchen. Wenn sich nur jeder zehnte von ihnen ein eige­nes Auto kauft, gewin­nen wir dadurch nichts. Unter­stützt wer­den könnte jedoch auch pri­vate CarSharing-Angebote, von denen es in Greifs­wald einige gibt.

b) Wir machen so wei­ter, ver­bes­sern aber die Wer­bung für das Ange­bot. Die Web­site der Stadt­werke zum Car­Sha­ring ist ein­fach schlecht. Mit ein paar mehr Nut­zern könnte sich Car­Sha­ring in Greifs­wald sogar refi­nan­zie­ren – das ist auf jeden Fall drin. Fah­ren wir sogar in die Gewinn­zone, wäre natür­lich auch ein lang­sa­mes Wachs­tum denkbar.

c) Wir zie­hen die Sache viel grö­ßer auf! Wenn wir zu der Über­zeu­gung kom­men, dass Car­Sha­ring wenigs­tens mit­tel­fris­tig tat­säch­lich die Effekte hat, die uns immer ver­spro­chen wer­den, dann müss­ten wir doch deut­lich mehr machen. Dazu könn­ten neben mehr Wer­bung vor allem Syn­er­gien unse­rer kom­mu­na­len Betriebe genutzt wer­den. Der Fuhr­park von Stadt­wer­ken, WVG & Co. könnte gemein­sam ver­wal­tet wer­den*. Wäh­rend der Geschäfts­zei­ten wären die Fahr­zeuge für die jewei­li­gen Unter­neh­men da. Nach Dienst­schluss würde ein Teil der Fahr­zeuge zum CarSharing-Angebot zäh­len. Mit einem sol­chen Sys­tem lie­ßen sich womög­lich auch mehr Elek­tro­fahr­zeuge hal­ten. Ver­mut­lich müsste dazu das Miet­sys­tem anders abge­wi­ckelt wer­den als bis­her. Das wäre aber ohne­hin wün­schens­wert, da es beim Mie­ten und Reser­vie­ren der Fahr­zeuge noch Kom­fort­pro­bleme gibt. Schön wären natür­lich auch attrak­ti­vere Tarife, damit der Satz „Beim Car­Sha­ring zahlt man nur, wenn man das Auto wirk­lich nutzt“ von der Home­page der Stadt­werke wahr wird (momen­tan gibt es auch monat­li­che Fest­kos­ten). Wich­tig wäre zudem, dass die Fahr­zeuge dezen­tra­ler geparkt wer­den – damit nicht immer nur die Innen­stadt von den Ange­bo­ten profitiert.

*Diese Idee hat u.a. auch Herr Prausse selbst schon vorgetragen

[1] http://www.sw-greifswald.de/Leistung/OEPNV_und_Carsharing/Service/Carsharing
[2] http://piraten-hgw.de/wp-content/uploads/2015/12/KA_CarSharing.pdf

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#Greifs­wald macht Energiepolitik

Am Mon­tag wird in der Bür­ger­schaft über die Beschluss­vor­lage 06/37 abge­stimmt, in der es darum geht, ob Greifs­wald, den in öffent­li­chen Gebäu­den und von Stra­ßen­la­ter­nen ver­brauch­ten Strom aus umwelt­scho­nen­den Quel­len bezie­hen soll. Die Greifs­wal­der Pira­ten begrü­ßen diese Initia­tive der Ver­wal­tung. Den Strom jedoch for­mell in einem Was­ser­kraft­werk in Öster­reich zu pro­du­zie­ren, dient nicht der Sache.

Reaktor Lubmin

Für eine erfolg­rei­che Ener­gie­wende müs­sen auch die Gemein­den mit­zie­hen. Es grenzt jedoch an einen Schild­bür­ger­streich, wenn wir dazu nicht auf regio­nale Quel­len set­zen. Unbe­strit­ten ist, dass der Kauf und die Ver­brei­tung von Strom im Wesent­li­chen auf dem Papier statt­fin­den. Gerade darum sollte der Markt­ein­fluss, den wir als Gemeinde aus­üben, in unse­rer Region wirken.

Die gegen­wär­tig dis­ku­tier­ten Ange­bote der Fern­wärme Greifs­wald GmbH, einer Toch­ter der Stadt­werke, beinhal­ten ledig­lich Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung als regio­nale Option. Wir hal­ten die Ange­bote darum für ver­bes­se­rungs­be­dürf­tig und wün­schen uns einen Strom­mix, der auch Wind­kraft beinhal­tet. Die GSL-Zertifizierung sehen wir als nach­ran­gig an. Wenn die Stadt die rege­ne­ra­tive Ener­gie­ge­win­nung unter­stüt­zen will, wird sie andere Wege fin­den. Der Vari­ante mit in Öster­reich in einem Was­ser­kraft­werk erzeug­tem Strom wer­den wir nur zustim­men, falls es kei­nen ande­ren Weg gibt.

In der Prä­si­di­ums­sit­zung am Frei­tag sollte der wei­tere Umgang mit der Beschluss­vor­lage dis­ku­tiert wer­den. Außer­dem steht eine ver­än­derte Beschluss­vor­lage der Ver­wal­tung im Raum, die zur Zeit jedoch noch nicht bekannt ist.

Die Vor­lage im Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem: Vor­la­gen­num­mer 06/37 (lei­der kann dar­auf nicht direkt ver­linkt werden)

Das Arti­kel­bild zeigt den Aus­schnitt eines Fotos von СмdяСояd, wel­ches unter CC BY-NC-SA 2.0-Lizenz steht. Abge­bil­det ist ein Teil des Atom­re­ak­tors Lub­min - auf der­ar­tige regio­nale Ener­gie ver­zich­ten wir zum Glück.

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Bericht aus dem Bau­aus­schuss 26.08.2014

Am 26.08.2014 bil­dete sich nach der Kom­mu­nal­wahl im Mai der Bau­aus­schuss aus den von der Bür­ger­schaft gewähl­ten Mit­glie­dern neu. Zum Vor­sit­zen­den wurde ohne Gegen­stim­men Alex­an­der Krü­ger gewählt.

Jörg NeubertFür uns Pira­ten hat Jörg als Ver­tre­ter für Jan Magnus an der Sit­zung teil­ge­nom­men. Vorab ist zu sagen, dass kei­ner unse­rer Ver­tre­ter in der Bür­ger­schaft und ihren Gre­mien sei­nen Zugang zum Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem erhal­ten hat. Zur Vor­be­rei­tung auf die Sit­zung konn­ten wir also wie bis­her ledig­lich mit öffent­lich zugäng­li­chen Infor­ma­tio­nen arbei­ten. Das ist beson­ders ärger­lich, da etli­che Doku­mente erst etwa zwei Tage vor dem Sit­zungs­ter­min im öffent­li­chen Teil des Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tems auf­tauch­ten. Eine detail­lierte Vor­be­rei­tung war also nicht möglich.

Die Unter­la­gen zur Sit­zung kann man sich hier [1] run­ter­la­den - ein­fach den But­ton „digi­ta­les Sit­zungs­pa­ket“ ankli­cken, es sieht so aus, wie rechts in der Legende. Behan­delt wur­den fol­gende Vorlagen:

(06/37) Der Strom­be­zug für alle öffent­li­chen Gebäude sowie die Stra­ßen­be­leuch­tung und sons­tige Anla­gen der Universitäts- und Han­se­stadt Greifs­wald
(06/20) Mit­tel­be­an­tra­gung Sanie­rungs­pro­gramme 2015 Prio­ri­tä­ten­liste
(06/45) Bebau­ungs­plan Nr. 87 - Her­ren­hu­fen Nord -, Sat­zungs­be­schluss
(06/28) Über­plan­mä­ßige VE für die Beauf­tra­gung der Sanie­rung Wiecker Klapp­brü­cke in 2014
(06/31) Stra­ßen­be­nen­nung im Bebau­ungs­plan Nr. 87 – Her­ren­hu­fen Nord
(06/39) Umbe­nen­nung der Straße „An den Gewächs­häu­sern“ in „Zum Eli­sen­park“
(06/38) Wei­te­res Ver­fah­ren – Stand­ort und Finan­zie­rung eines Neu­baus für das Stadtarchiv

Grü­ner Strom für Greifs­wald? (06/37)

Diese Vor­lage der Ver­wal­tung zielte dar­auf ab, öffent­li­che Gebäude und den öffent­li­chen Raum künf­tig über eine 100%-ige Toch­ter der Stadt­werke bestro­men zu las­sen. Diese hat dazu unter­schied­li­che Ange­bote vor­ge­legt. Die Ange­bote unter­schie­den sich hin­sicht­lich der Strom­quelle, der damit erziel­ten CO2-Reduzierung und den damit ver­bun­de­nen Kos­ten. Zur Aus­wahl stand der Stan­dard­strom­mix, ein Ange­bot aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Strom sowie Strom aus einem öster­rei­chi­schen Was­ser­kraft­werk. Ein­zelne Ange­bote wie­sen außer­dem eine Zer­ti­fi­zie­rung aus, die dann ent­spre­chen­des Geld kos­tet, wel­ches wie­derum für den Aus­bau rege­ne­ra­ti­ver Ener­gien aus­ge­ge­ben wer­den soll. In der Vor­lage ging es aber letzt­lich nur um den Was­ser­kraft­strom mit Zertifizierung.

WindradFür Jörg blieb auf der Sit­zung trotz Nach­fra­gen unklar, wes­halb die Stadt­werke, abge­se­hen vom KWK-Strom, keine Ange­bote vor­le­gen konn­ten, die stär­ker an regio­nal erzeug­ter Ener­gie ori­en­tiert sind. Wes­halb bie­ten die Stadt­werke Was­ser­kraft­strom aus Öster­reich an, wenn bei uns tau­sende Wind­rä­der ste­hen? Die­ser Frage wer­den wir natür­lich nach­ge­hen. Als Ziel wurde durch­aus auch genannt, dass die Stadt­werke künf­tig selbst Ener­gie aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len erzeu­gen sol­len. Einen detail­lier­ten Zeit­plan gibt es dafür jedoch noch nicht. Even­tu­ell könnte ab 2016 mit der Inves­ti­tion in Wind­kraft­an­la­gen auf städ­ti­schen Flä­chen begon­nen werden.

Die Vor­lage wurde mit 6:7 Stim­men bei einer Ent­hal­tung abge­lehnt. Hätte Jörg für die Vor­lage gestimmt, wäre sie also ange­nom­men wor­den. Das ist grund­sätz­lich ärger­lich, da der Antrag ein­deu­tig in die rich­tige Rich­tung weist. Die Vor­lage wurde aller­dings auch im Finanz­aus­schuss dis­ku­tiert und dort ange­nom­men. Unsere Ableh­nung im Bau­aus­schuss bedeu­tet also nicht das Schei­tern der Idee. Am 01.09.2014 wird sich auch der Haupt­aus­schuss mit der Frage beschäf­ti­gen und zwei Wochen spä­ter dann vor­aus­sicht­lich die Bürgerschaft.

Prio­ri­tä­ten­liste Sanie­rung 2015 (06/20)

Hier geht es dann rich­tig ins Geld und wer es genau wis­sen möchte, muss sich die Anla­gen [2] für die ein­zel­nen Stadt­teile her­un­ter­la­den. Die Vor­lage wurde auch mit unse­rer Stimme ange­nom­men. Nach­fra­gen gab es in Bezug auf die Mari­en­kir­che und das mehr­fa­che Auf­tau­chen ein­zel­ner Stra­ßen­zü­gen in unter­schied­li­chen Orts­tei­len - das liegt jedoch an der Über­lap­pung der Gebiete. Dis­kus­si­ons­wür­dig erschien dem Aus­schuss auch der geplante Kreis­ver­kehr an der bis­her abkni­cken­den Vor­fahrt zwi­schen Maka­ren­ko­straße und Ernst-Thälmann-Ring für 500.000 Euro [3]. Einige Aus­schuss­mit­glie­der hin­ter­fra­gen das Kosten/Nutzen-Verhältnis sowie die Not­wen­dig­keit an die­ser ihrer Wahr­neh­mung nach nicht beson­ders stark befah­re­nen Kreu­zung. Fred Wix­forth und Ger­hard Imhorst als Exper­ten auf die­sem Gebiet bekräf­tig­ten jedoch die Not­wen­dig­keit: Die abkni­ckende Vor­fahrt sei prin­zi­pi­ell kein beson­ders güns­ti­ges Modell für eine der­ar­tige Kreuzung.

Bebau­ungs­plan Her­ren­hu­fen Nord (06/45)

Mit dem Bebau­ungs­plan soll die Revi­ta­li­sie­rung des Industrie- und Gewer­be­ge­biets Her­ren­hu­fen ange­regt wer­den. Der Plan wurde ange­nom­men. Nach­fra­gen gab es ins­be­son­dere von Herrn Bitt­ner (Grüne), der sich offen­sicht­lich beson­ders gut ein­ge­le­sen hatte, hin­sicht­lich der mög­li­chen Fußgänger- und Fahr­rad­wege auf dem Gebiet, der Ent­wäs­se­rung sowie den mög­li­chen Belas­tun­gen durch Lärm und Staub. Die Vor­lage wurde auch mit unse­rer Stimme angenommen.

Wiecker Brü­cke (06/28)

Wiecker KlappbrückeDie Wiecker Brü­cke ist morsch und muss drin­gend reno­viert wer­den. Pro­bleme erge­ben sich vor allem aus der Ver­wen­dung ein­hei­mi­scher Höl­zer, die künf­tig durch zer­ti­fi­zierte Tro­pen­höl­zer ersetzt wer­den sol­len. Bei die­sem Punkt kam es zur Debatte über den Pfle­ge­be­darf von Holz - die Ver­wal­tung hat die Frage auf­ge­nom­men. Ange­nom­men wird jedoch, dass Tro­pen­höl­zer des­halb weni­ger anfäl­lig sind, weil hei­mi­sche Kleinst­le­be­we­sen, die kon­ti­nu­ier­lich an der Zer­set­zung des Hol­zes arbei­ten, nicht auf diese Art Fut­ter ein­ge­stellt sind. Wei­ter­hin wurde dis­ku­tiert, ob die in der Vor­lage vor­ge­se­hene Auf­sto­ckung des Bud­gets in die­ser Höhe sinn­voll ist. Hierzu wurde ent­geg­net, dass es sich nur um eine Schät­zung han­delt - wenn weni­ger aus­ge­ge­ben wird, schade das zunächst ja nicht. Letzt­lich wurde auch über die Her­kunft des Gel­des dis­ku­tiert. Zur Deckung sol­len Mit­tel ein­ge­setzt wer­den, die eigent­lich für die Arndt-Schule ver­wen­det wer­den soll­ten, in die­sem Jahr jedoch nicht abge­ru­fen wer­den kön­nen. An die­ser Stelle wurde grund­sätz­lich dis­ku­tiert, dass einige Par­teien bei Bedarf immer eine Geld­quelle auf­tun kön­nen, wäh­rend andere Vor­ha­ben mit dem Argu­ment, es gäbe nicht genug Geld ver­wor­fen wer­den. Die Vor­lage wurde auch mit unse­rer Stimme angenommen.

Wil­helm Holtz in Her­ren­hu­fen (06/31)

In Her­ren­hu­fen soll die Stra­ßen­be­zeich­nung Wilhelm-Holtz-Straße aus­ge­dehnt wer­den. Das ist unum­strit­ten, die Vor­lage wurde ent­spre­chend angenommen.

(06/39) Aus „An den Gewächs­häu­sern“ soll „Zum Eli­sen­park“ werden.

Auch hier könnte man mei­nen, han­dele es sich ledig­lich um eine Anpas­sung. In der Begrün­dung der Vor­lage und in der Dis­kus­sion ging es jedoch weni­ger darum, dass es albern ist, dem gleich­na­mi­gen Ein­kaufs­zen­trum so ein Geschenk zu machen, son­dern viel mehr um die Sanie­rungs­maß­nah­men und die Kos­ten­ver­tei­lung. Das ist nicht beson­ders gut nach­voll­zieh­bar. Die Vor­lage wurde jedoch auch mit unse­rer Stimme angenommen.

(06/38) Stadt­ar­chiv An den Wurthen

Das Stadt­ar­chiv soll An den Wur­then neu ent­ste­hen. Hierzu soll es einen Pla­nungs­wett­be­werb geben. Ziel ist es wei­ter­hin, den kom­mu­na­len Kos­ten­an­teil durch För­der­mit­tel gering zu hal­ten. Dis­ku­tiert wurde hier­bei unter ande­rem die Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Bar­rie­re­frei­heit (ist Gesetz, den­noch fiel das Stich­wort „inklu­si­ves Bauen“). Eher rück­wir­kend wurde auch der Umgang mit dem alter­na­ti­ven Stand­ort in der Bader­straße (ehe­ma­lige Feu­er­wehr) dis­ku­tiert, was wenig ziel­füh­rend ver­lief. Inter­es­sant war aller­dings, dass es für das Grund­stück wohl schon Inter­es­sen­ten gibt - was mit dem Gebäude dar­auf pas­siert, wurde jedoch nicht thematisiert.

Neben den kon­kre­ten Vor­la­gen wur­den auch andere The­men bespro­chen, so der Stand bei der Fischer­schule sowie der Koll­witz­schule. Die Ange­le­gen­heit „Gar­ten­sparte Erle­naue« (hier sind regel­mä­ßige Über­schwem­mun­gen das Pro­blem) wurde auf die nächste Sit­zung ver­tagt, da dann ent­spre­chende Exper­ten gehört wer­den können.

[1] Sit­zung Bau­aus­schuss 26.08.2014 im Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem
[2] Vor­lage Prio­ri­tä­ten­liste 2015
[3] Open­Street­Map: Kreu­zung Makarenko-Thälmann

das Bild von der Wind­kraft­an­lage stammt von erhard.renz und steht unter CC BY 2.0-Lizenz. Die Wiecker Brü­cke hat Frank Rafik foto­gra­fiert und unter CC BY-NC-SA-Lizenz ver­öf­fent­licht.

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