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Kunst in Greifs­wald vor dem Ende? Peti­tion gestartet!

Proteststicker Eine Zukunft für Cas­pars Kinder!

Der Kunst­aus­bil­dung an der Uni­ver­si­tät Greifs­wald droht ein gro­ßer Ein­schnitt. Seit eini­ger Zeit ist bekannt, dass am renom­mier­ten Caspar-David-Friedrich-Institut (CDFI) zum Ende des Win­ter­se­mes­ters 2013/14 eine der bis­her drei Pro­fes­su­ren weg­fal­len soll. Dage­gen rich­tet sich eine gemein­sam von Mit­glie­dern der AG Pro­test (unter ande­rem Ver­tre­tern des FSR Kunst, des ASTA, des Senat und der Hoch­schul­pi­ra­ten) gestar­tete Peti­tion [1] der Greifs­wal­der Kunst­stu­die­ren­den an den Land­tag von Mecklenburg-Vorpommern.

Prof. Ulrich Puritz, bis­he­ri­ger Inha­ber des Lehr­stuhls für Theo­rie und Pra­xis der Bil­den­den Kunst, geht im März in den Ruhe­stand. Das Ver­fah­ren zur Neu­be­set­zung des Lehr­stuhls befin­det sich in einem fort­ge­schrit­te­nen Sta­dium, eine Liste mit Kan­di­da­ten zur Nach­folge liegt vor. Die chro­nisch unter­fi­nan­zierte Uni­ver­si­tät nutzt jedoch die »Gunst der Stunde«, um den Lehr­stuhl nicht neu zu beset­zen. Der Wider­stand soll dabei ver­meint­lich gerin­ger sein als bei dem Weg­fall eines Lehr­stuhls mit akti­vem Inha­ber oder bei Kür­zun­gen eines Insti­tuts mit mehr Mitgliedern.

Da der Mit­tel­bau des CDFI nicht annä­hernd aus­rei­chend aus­ge­baut ist, um den Weg­fall der Pro­fes­sur zu kom­pen­sie­ren, fürch­ten die Stu­die­ren­den bei dem Auf­tei­len der Stu­di­en­in­halte auf die ver­blei­ben­den zwei Pro­fes­su­ren einen ekla­tan­ten Qua­li­täts­ver­lust des Stu­di­ums. Schon jetzt arbei­ten die Mit­ar­bei­ter auf Kante.

Es ist anzu­neh­men, dass ver­mut­lich auch ein wei­te­rer Pro­fes­sor in den kom­men­den Jah­ren in den Ruhe­stand gehen wird, daher ist abseh­bar, dass die Zukunft des Insti­tuts vor dem Aus steht. Um das CDFI vor dem dro­hen­den Tod zu ret­ten, for­dern die Stu­die­ren­den den Erhalt der Pro­fes­sur. Die Hoch­schul­gruppe der Pira­ten schließt sich dem unein­ge­schränkt an und wird den Wider­stand tat­kräf­tig unter­stüt­zen.
Schon vor dem Start der Peti­tion gab es einige krea­tive Aktio­nen: eine Blutspenden-Aktion — »Wir blu­ten für unser Insti­tut!«, eine Pro­test­werk­schau — »ARTen­Schutz — Ret­tet unsere Art!« und das Ver­tei­len von Blin­den­bin­den — »Wir sind blind, weil man uns die Bil­dung nimmt!«.

Auch in den kom­men­den zwei Mona­ten bis zur Ent­schei­dung der Frage nach der Wei­ter­füh­rung der Pro­fes­sur wird es wei­tere Aktio­nen geben: Heute wird auf dem Fisch­markt ab 13 Uhr ein lee­rer Stuhl ste­hen — unter dem Motto »Lehr­stühle statt leere Stühle!« wird für Auf­klä­rung gesorgt. Ein Hap­pe­ning ist am 5. März auf dem Markt­platz zwi­schen 9 und 13 Uhr geplant. Zudem wer­den bekannte Künst­le­rin­nen und Künst­ler gesucht, die das Anlie­gen unterstützen.

Die Peti­tion läuft noch fast 2 Monate. Des­halb: unter­schreibe auch Du und teile die Peti­tion mit dei­nen Bekann­ten, Ver­wand­ten und Freun­den; besu­che die Aktio­nen und werde Teil des krea­ti­ven Wider­stands! Auf dass Kunst und Kul­tur in Greifs­wald nicht aussterben!

Falls auch Du eine Idee hast, das Vor­ha­ben zu unter­stüt­zen, melde Dich: fsr-kunst@uni-greifswald.de — der FSR Kunst freut sich über jede Anregung!

[1] https://www.openpetition.de/petition/online/eine-zukunft-fuer-caspars-kinder

 

 

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Räume ohne Men­schen — #UNIretten

Am 11. Dezem­ber ent­schei­det der Land­tag über den kom­men­den Haus­halt. Unter ande­rem ist auch die Uni­ver­si­tät Greifs­wald betrof­fen. Je nach­dem, wie der Land­tag den Haus­halt gestal­tet, könn­ten unmit­tel­bar 77 Mit­ar­bei­ter der Uni­ver­si­tät ent­las­sen werden.

21 Stel­len in der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakul­tät,
5 in der Rechts– und Staats­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät,
2 in der Theo­lo­gie,
16 in der Phi­lo­lo­gie und
33 in der Medizin

könn­ten bald gestri­chen werden.

In den ver­gan­ge­nen Tagen sollte jeder von ent­spre­chen­den Pro­test­ak­tio­nen, die vor­wie­gend vom AStA aus­ge­hen, etwas mit­be­kom­men haben. Auf einer Face­book­seite gibt es dem­ent­spre­chend auch eini­ges zu sehen.

Final soll nun heute um 16 Uhr ein Later­nen­um­zug statt­fin­den. Treff­punkt ist der Rubenowplatz.

Das Ori­gi­nal­foto der Laterne stammt von Tavis Ford. Den Ban­ner für den Later­nen­um­zug haben wir von der bereits ver­link­ten Face­book­seite geklaut.

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Es gibt nur eins, was auf Dauer teu­rer ist als Bil­dung, keine Bil­dung.“ [1]

Die Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald rufen zur Teil­nahme an der lan­des­wei­ten Bil­dungs­demo am 5. Novem­ber in Schwe­rin auf. Hin­ter­grund der Demons­tra­tion sind die Mil­lio­nen­de­fi­zite an den Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len Mecklenburg-Vorpommerns. Alleine an der Uni­ver­si­tät Greifs­wald feh­len 2014 und 2015 16,6 Mil­lio­nen Euro. [2]

Die­ses Haus­halts­de­fi­zit gilt es aus­zu­glei­chen, da ansons­ten Per­so­nal­ab­bau und der damit ein­her­ge­hende Weg­fall von Lehr­ver­an­stal­tun­gen dro­hen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat zwar zuge­sagt, einen Teil zu über­neh­men, aller­dings feh­len in den nächs­ten zwei Jah­ren den­noch 13,4 Mil­lio­nen Euro für die Greifs­wal­der Universität.

Die Defi­zite set­zen sich zusam­men aus zusätz­li­chen Per­so­nal­kos­ten, z.B. durch die Anpas­sung der Pro­fes­so­ren­be­sol­dung im Zuge des gericht­li­chen Urteils zur Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der W2-Besoldung. Ebenso kämp­fen die Hoch­schu­len mit gestie­ge­nen Gebäu­de­be­wirt­schaf­tungs­kos­ten für Strom und Was­ser, wel­che in den letz­ten Jah­ren gestie­gen sind.

Zusam­men mit den Stu­die­ren­den­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Ros­tock, der Hoch­schu­len Neu­bran­den­burg, Wis­mar, Stral­sund und der Hoch­schule für Musik und Thea­ter Ros­tock ruft die Stu­die­ren­schaft der Uni­ver­si­tät Greifs­wald des­halb alle Stu­die­ren­den dazu auf, sich an der Demons­tra­tion zu beteiligen.

Die Demons­tra­tion beginnt für die Greifs­wal­der Stu­die­ren­den um 8:15 Uhr am Greifs­wal­der ZOB. Von dort geht es mit dem Bus nach Schwe­rin. Die Bus­fahrt ist natür­lich kos­ten­los. Vor Ort wird die Ver­an­stal­tung von Miniti­mer Kat­zen­pos­ter [3] und Ira Atari [4] mit Live­mu­sik unter­stützt. Fahrt gemein­sam mit uns nach Schwe­rin und setzt ein Zei­chen für eine bes­sere Bil­dung in Mecklenburg-Vorpommern.

 

[1] Zitat von Max Planck

[2] http://www.asta-greifswald.de/landesweite-bildungsdemo/

[3] http://minitimerkatzenposter.de/

[4] http://www.iraatari.de/

 

Das Bild ist von TimoOK und steht unter der Lizenz CC BY-NC-ND 2.0.

 

Es folgt der Auf­ruf des AStAs Greifswald:

 

Mehr Geld für unsere Zukunft – Bil­dung braucht Priorität!

Schwe­rin, 05. Novem­ber 2013

Es gibt nur eins, was auf Dauer teu­rer ist als Bil­dung, keine Bildung.“

–Max Planck

 

Am 5. Novem­ber 2013 wird ein Bünd­nis aus Stu­die­ren­den­schaf­ten, Gewerk­schaf­ten, Schü­lern, Dozie­ren­den, Leh­re­rin­nen und Ange­stell­ten in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in Schwe­rin ein Zei­chen für ein bes­se­res Bil­dungs­sys­tem in unse­rem Land set­zen. Vor dem Land­tag des Lan­des Mecklenburg-Vorpommern wer­den sich an die­sem Tage alle die­je­ni­gen tref­fen, die begrei­fen, dass Bil­dung der Schlüs­sel zur Ent­wick­lung unse­res Bun­des­lan­des ist. Unsere Bil­dung ist untrenn­bar mit der Zukunft unse­res Lan­des ver­knüpft und muss daher viel stär­ker in den Fokus der Ver­ant­wort­li­chen gestellt werden.

Aktu­ell dis­ku­tiert der Land­tag Mecklenburg-Vorpommerns über den Dop­pel­haus­halt 2014/2015 und sollte in Zei­ten einer ange­spann­ten Haus­halts­lage einen Kom­pro­miss zwi­schen Spa­ren und Inno­va­tion durch Bil­dungs­in­ves­ti­tion fin­den. Die Lan­des­re­gie­rung und der Land­tag müs­sen rea­li­sie­ren, dass eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Bil­dung der beste Garant für  Inno­va­tion und Ent­wick­lung ist. Dies bedeu­tet, dass unsere Kitas, unsere Grund­schu­len, unsere Regio­nal– und Berufs­schu­len, unsere Gym­na­sien, unsere Uni­ver­si­tä­ten und unsere Hoch­schu­len die finan­zi­el­len Mit­tel erhal­ten müs­sen, die best­mög­li­che Aus­bil­dung für die jun­gen Men­schen unse­res Lan­des zu garantieren.

Trotz der Ver­spre­chen der Lan­des­re­gie­rung gibt es in wei­ten Tei­len des Lan­des stei­gende Bei­träge für Kita-Plätze und in vie­len Ein­rich­tun­gen feh­len die finan­zi­el­len Mit­tel für zusätz­li­che Erzie­he­rin­nen. Wir for­dern mehr Inves­ti­tio­nen in die früh­kind­li­che Erziehung.

Die zusätz­li­chen 50 Mil­lio­nen für unsere Schu­len sind ein ers­ter Schritt, rei­chen aber nicht aus, um die anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen. Die Maß­nah­men zur Inklu­sion aller Schü­ler benö­ti­gen weit mehr Finanz­mit­tel, um unter ande­rem zusätz­li­ches Per­so­nal zur Ver­fü­gung zu stel­len, damit die zukünf­ti­gen Auf­ga­ben nicht zur mas­si­ven Mehr­be­las­tung des bereits vor­han­de­nen Lehr­per­so­nals füh­ren. Ohne mehr Prio­ri­tät für Bil­dung befürch­ten wir wei­tere Schul­schlie­ßun­gen, sowohl bei staat­li­chen als auch bei Schu­len in freier Trä­ger­schaft. Wir for­dern mehr Inves­ti­tio­nen in die schu­li­sche Bildung.

Die Lage der Berufs­schu­len im Land ist deso­lat. Es fehlt Per­so­nal, viele Unter­richts­stun­den fal­len aus und die Schul­ge­bäude sind in einem schlech­ten Zustand. Wir for­dern mehr Inves­ti­tio­nen in die duale Aus­bil­dung an Berufsschulen.

Der nicht aus­ge­gli­chene Mehr­be­darf der Hoch­schu­len ist eine Bedro­hung für den Wis­sen­schafts­stand­ort Mecklenburg-Vorpommern. Durch das beste­hende Lan­des­per­so­nal­kon­zept wer­den die Hoch­schu­len dazu gezwun­gen, mas­siv Per­so­nal abzu­bauen. Das aktu­elle Haus­halts­de­fi­zit ver­schärft die­sen Umstand wei­ter und führt mit­tel­fris­tig zu Insti­tuts­schlie­ßun­gen und einem Ein­bruch der Qua­li­tät der Lehre. Wir for­dern die Aus­fi­nan­zie­rung der Hoch­schu­len, das Ende von pre­kä­ren Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen und einen Aus­bau des Wis­sen­schafts­stand­or­tes Mecklenburg-Vorpommern. Wir for­dern mehr Inves­ti­tio­nen in die Bil­dung an Hochschulen.

Bil­dung hat eine soziale Dimen­sion. Des­we­gen ist es not­wen­dig mehr Geld für die Schü­ler­be­för­de­rung, für die Ver­pfle­gung und Unter­brin­gung von Schü­le­rin­nen und Stu­die­ren­den zur Ver­fü­gung zu stellen.Wir for­dern mehr Inves­ti­tio­nen in die soziale Dimen­sion von Bildung.

Bereits der Nobel­preis­trä­ger Max Planck stellte fest, dass Spa­ren bei der Bil­dung schluss­end­lich Spa­ren an der Zukunft heißt. Trotz knap­per Kas­sen muss ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Land­tag und eine weit­sich­tige Lan­des­re­gie­rung begrei­fen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern her­vor­ra­gende Bil­dung als Zukunfts­mo­tor drin­gend brau­chen. Wir for­dern daher alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dazu auf, gemein­sam am 5. Novem­ber in Schwe­rin mit uns zu demons­trie­ren, um den For­de­run­gen nach einer bes­se­ren Bil­dung Gehör zu ver­schaf­fen. Wir for­dern die Lan­des­re­gie­rung und alle Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten dazu auf, mehr Geld für Bil­dung in den Dop­pel­haus­halt 2014/2015 ein­zu­stel­len. Mehr Geld für unsere Zukunft – Bil­dung braucht Priorität!

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Unser Ernst heißt Toni Kroos!

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Wenn eine abge­schlos­sene Debatte, die vor vier Jah­ren ihr vor­zei­ti­ges Ende fand [1], wie­der ange­sto­ßen wird, sind die Gemü­ter in Greifs­wald schnell erhitzt. Die­sen Umstand hat die Hoch­schul­gruppe der Par­tei DIE PARTEI [2] mit ihrem State­ment für einen Neu­be­ginn der Namenspatron-Debatte für unsere Uni­ver­si­tät noch­mal klar gemacht. Dass der aktu­elle Namens­ge­ber der Almar Mater Gry­phis­wal­den­sis, Ernst Moritz Arndt, mit sei­nem Lebens­werk genü­gend Spreng­stoff bie­tet, um zahl­rei­che Dis­kus­sio­nen zu fül­len, ist unum­strit­ten, aber bie­tet der auf­kei­mende Gra­ben­kampf eine nicht viel bri­san­tere Dimen­sion, die die unter­schied­li­chen Namens­la­ger ver­bin­det und selbst den Fran­zo­sen­hass Arndts in den Schat­ten stellt?

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifs­wald hat in den ver­gan­ge­nen Tagen für das Haus­halts­jahr 2014 einen Mehr­be­darf von 6,2 Mil­lio­nen Euro ange­mel­det, für das Jahr 2015 wird mit einem Haus­halts­de­fi­zit von 6,8 Mil­lio­nen Euro gerech­net [3]. Vor allem die Tarif­stei­ge­run­gen für Beamte und Ange­stellte im öffent­li­chen Dienst belas­ten die zukünf­tige Haus­halts­pla­nung. Gleich­zei­tig müs­sen die Aus­ga­ben für Betriebs­kos­ten (Strom, Was­ser, Hei­zung) der Uni­ver­si­tät nach oben geschraubt wer­den. Das Land Mecklenburg-Vorpommern erhöht die Zuwei­sun­gen an die Hoch­schu­len jähr­lich um 1,5 Pro­zent, eine Auf­sto­ckung, die in keins­ter Weise den Mehr­be­darf der Uni­ver­si­tät decken kann. Nicht nur über der Uni­ver­si­tät Greifs­wald schwebt das Schwert des Damo­kles: Alle Hoch­schu­len in Mecklenburg-Vorpommern haben bereits signa­li­siert, dass die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel des Lan­des nicht aus­rei­chen wer­den, um den aktu­el­len Betrieb für die nächs­ten zwei Jahre zu gewähr­leis­ten [4].

Doch auch über die Lan­des­gren­zen hin­weg wird deut­lich: Den Hoch­schu­len in Deutsch­land feh­len die Finanz­mit­tel. Eine Gewähr­leis­tung für den aktu­el­len Lehr– und For­schungs­be­trieb kön­nen die Hoch­schu­len mit gewal­ti­gen Haus­halts­lö­chern nicht geben, denn der Mehr­be­darf wird durch dras­ti­sche Vakanz­hal­tung von Pro­fes­su­ren und Mit­ar­bei­ter­stel­len abge­fan­gen wer­den müs­sen, sofern sich keine andere Lösung abzeichnet.

Die Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald freuen sich um so mehr über den Vor­schlag der Kol­le­gen der Par­tei DIE PARTEI, Toni Kroos als neuen Namens­pa­tron für die Uni­ver­si­tät Greifs­wald zu bestim­men. Als Hoch­schul­pi­ra­ten sehen wir hier das Ende aller Geld­sor­gen. Toni, gebo­ren in Greifs­wald und auf­ge­wach­sen im Schutze der hei­mi­schen Plat­ten­bau­ten in Schön­walde, wirkte in sei­ner gran­dio­sen Kar­riere als Fuß­ball­spie­ler sowohl beim Greifs­wal­der SC als auch beim Hansa Ros­tock, bevor er schwe­ren Her­zens in den Süden zum FC Bay­ern wech­selte. Ohne Zwei­fel ist Toni der inter­na­tio­nal bekann­teste Greifs­wal­der Jung, sein Por­trät ziert als Pos­ter viele Kin­der­zim­mer­wände auf dem gan­zen Glo­bus. Diese Berühmt­heit wol­len die Hoch­schul­pi­ra­ten nut­zen, um das Haus­halts­loch der Uni­ver­si­tät Greifs­wald zu stop­fen. Nach der Umbe­nen­nung der Alma Mater soll Toni nach Greifs­wald ein­ge­la­den wer­den, um den offi­zi­el­len Fuß­ball der Bun­des­liga zu signie­ren und anschlie­ßend zu Guns­ten der Uni­ver­si­tät den signier­ten Ball zu ver­kau­fen. Aktu­ell wird die Tor­fa­brik mit rund 90 Euro im Laden gehan­delt [5]. Nach der Ver­ede­lung durch Toni rech­net der Kas­sen­wart der Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald mit einer Ver­drei­fa­chung des Wer­tes – also einem Gesamt­wert von 270 Euro. Unser neuer Namens­pa­tron müsste dann nur noch läp­pi­sche 22.962 wei­tere Exem­plare signie­ren, damit die Uni­ver­si­tät ohne Stel­len­weg­fall durch das Haus­halts­jahr 2014 kom­men kann. Für das Jahr 2015 bräuch­ten wir dann noch ein­mal 25.186 Bälle. Diese äußerst ein­fa­che Mehr­ein­nahme für die Uni­ver­si­tät Greifs­wald dür­fen wir uns als Stu­die­rende nicht ent­ge­hen las­sen, daher dan­ken die Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald der Hoch­schul­gruppe der Par­tei DIE PARTEI für ihr Enga­ge­ment und sagen: Unser Ernst heißt Toni Kroos!

Wegen sei­nes Wir­kens für den FC Hansa kön­nen wir uns durch­aus mit dem Gedan­ken anfreun­den, dass Toni auch die Schwes­ter­uni­ver­si­tät in Ros­tock mit ähn­li­chen Maß­nah­men unter­stützt, um dort das Defi­zit in zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­höhe zu beseitigen.

Sollte Toni sich wider Erwar­ten nicht bereit erklä­ren, die­sem genia­lem Coup zuzu­stim­men, haben die Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald noch eine Alter­na­tive parat:

Der Bil­dungs­mi­nis­ter Mathias Brod­korb setzt sich in den Ver­hand­lun­gen mit sei­ner Kol­le­gin, der Finanz­mi­nis­te­rin Heike Polzin, für eine Stär­kung der Posi­tion der Hoch­schu­len im Land ein. Gemein­sam über­zeu­gen sie dann die Lan­des­re­gie­rung und den Land­tag Mecklenburg-Vorpommerns, die zusätz­li­chen Mit­tel für die Hoch­schu­len im Land zur Ver­fü­gung zu stel­len. Gleich­zei­tig beken­nen sich die Par­teien im Bun­des­tag end­lich zur oft zitier­ten »Bil­dungs­re­pu­blik Deutsch­land« und stei­gen nach einer Auf­he­bung des Koope­ra­ti­ons­ver­bo­tes in die Grund­fi­nan­zie­rung der Hoch­schu­len in Deutsch­land ein.

»Bevor aller­dings die­ser uto­pi­sche Gedanke wei­ter­ver­folgt wird, set­zen wir uns für die rea­lis­ti­schere Option ein und wol­len gemein­sam mit wei­te­ren Unter­stüt­ze­rin­nen Kon­takt zu Toni Kroos auf­neh­men«, so der Vor­sit­zende der Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald, Milos Rodatos.

[1] http://webmoritz.de/2010/03/17/senat-entscheidet-arndt-bleibt/
[2] https://www.facebook.com/DieParteiHochschulgruppeGreifswald
[3] http://webmoritz.de/2013/03/28/titel-wenn-das-geld-nicht-reicht/ — Die von uns genann­ten Zah­len ent­spre­chend den aktu­el­len Zah­len, die dem Senat der Uni­ver­si­tät Greifs­wald vor­ge­legt wur­den.
[4] http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/greifswald/geld-ist-knapp-strom-statt-lernen-1.564295
[5] http://www.ebay.de/itm/Adidas-Torfabrik-Bundesliga-2012–2013-Original-Matchball-Spielball-W44027-/290869999597?pt=Sport_Fu%C3%9Fball_Fu%C3%9Fb%C3%A4lle&hash=item43b933f7ed

Das Foto ist von Saa­dick Dhan­say und steht unter der Lizenz CC BY-NC 2.0. Es zeigt Toni Kroos auf dem Weg zur fei­er­li­chen Ver­lei­hung der Ehren­dok­tor­würde der Greifs­wal­der Universität.

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Stu­die­ren­den­par­la­ment kon­sti­tu­iert sich und wird aktiv

In Greifs­wald plant das Bünd­nis »Umfair­tei­len« am 12. April um 16 Uhr eine Demons­tra­tion in der Greifs­wal­der Innen­stadt sowie eine Per­for­mance am 13. April um 15 Uhr [1].

Das neue Stu­die­ren­den­par­la­ment hat in sei­ner kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung am 10. April ent­schie­den, die Aktio­nen des Bünd­nis­ses in Greifs­wald zu unter­stüt­zen. Die Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald begrü­ßen diese Ent­schei­dung. »Unsere Uni­ver­si­tät kämpft aktu­ell mit einem Mehr­be­darf von fast 7 Mil­lio­nen Euro für das kom­mende Jahr. Umver­tei­lung bedeu­tet nicht nur die Siche­rung unse­res Bil­dungs­stan­dards son­dern auch die Mög­lich­keit der Chan­cen­gleich­heit im Bil­dungs­be­reich.« sagte Milos Roda­tos, Vor­sit­zen­der der Hoch­schul­pi­ra­ten Greifs­wald. Roda­tos, der in der ver­gan­ge­nen Legis­la­tur bereits Prä­si­dent des Stu­die­ren­den­par­la­ments war, wurde auf der ers­ten Sit­zung erneut als Prä­si­dent gewählt.

[1] http://attac.merqur.de/?p=140

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